Ottfingen holt drei Riesen-Punkte

Timo Halbe (obenauf), Siegtorschütze des SV Ottfingen.
Timo Halbe (obenauf), Siegtorschütze des SV Ottfingen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der SV Ottfingen gewann das Gipfeltreffen der Fußball-Bezirksliga 5 beim Spitzenreiter Kiersper SC mit 1:0.

Ottfingen/Kierspe..  Mounir Saidas emotionales Statement zum Spiel passte ins Gesamtbild dieses insgesamt stimmungsvollen Nachmittags vor 400 Zuschauern. „Ich bin unglaublich stolz, dass ich diese Mannschaft trainieren darf,“ jubelte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Ottfingen.

Soeben hatten die Ottfinger beim Spitzenreiter Kiersper SC mit 1:0 (1:0) gesiegt. Damit wächst die Spannung im Liga-Finale ins kaum noch Steigerbare. Die beiden letzten Spieltage liefern einen Dreikampf, in dem auch der FC Altenhof mitmischen wird.

Viele SVO-Schlachtenbummler

Timo Halbe entschied das Gipfeltreffen auf dem Naturrasen im Kiersper Felderhof. Eine lange Hereingabe von Yasin Colak erwischte er im Kopfballduell ideal und nickte in der 24. Minute die Kugel zum 1:0 ein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, welch großer Anhang die Ottfinger begleitet hatte. Der Laustärke-Pegel des Jubels auf der Stehgeraden war imposant.

Die Mitgereisten brauchten ihr Kommen zu keiner Minute bereuen. Denn sie erlebten ein sehr intensives und wechselhaftes Spiel. Den besseren Start erwischte Kierspe, doch Christoph Sauermann im SVO-Tor verhinderte den Rückstand und sorgte für eine Schrecksekunde, als er nach einem 1:1-Duell gegen KSC-Spieler Baris Moumin lange liegenblieb. Doch es ging weiter für ihn.

Schnell fand der SV Ottfingen in die Partie und nahm den Kampf an. Jetzt war es Kierspe-Torwart Christian Salmen, der beschäftigt wurde. Zunächst brannte es lichterloh im KSC-Strafraum bei einer Doppelchance durch Colak und Nicolai Eich, dann drehte Salmen einen Schuss von Felix Schwunk um den Pfosten. Dazwischen war die SVO-Führung gefallen, die zur Pause in Ordnung ging. Mounir Saida hatte sich zwar das 2:0 herbeigesehnt, konnte aber feststellen, dass die lückenhafte Chancen-Auswertung nicht bestraft wurde.

Das lag auch daran, dass die Ottfinger Abwehr einen Riesenjob verrichtete. „Defensiv haben wir super gestanden,“ lobte Saida. Hinzu kam, dass die Gäste im Mittelfeld rackerten, immer wieder das Übergewicht anstrebten und über Außen - Daniele Valido vornehmlich - gefährlich wurden. Es war eine kraftraubende Arbeit, die der SVO da auf einem tiefen Rasen verrichtete. Der Schlusspfiff kam, sagen wir es so: Nicht ungelegen.

Als der ertönte, gab Mounir Saida nochmals alles, sprang jubelnd auf den Rasen und schien die ganze Welt umarmen zu wollen. „Das Team funktioniert dermaßen,“ freute sich der Erfolgstrainer und mochte dies nicht nur auf das Kierspe-Spiel gemünzt wissen, „was die Jungs unter der Woche machen, um Sonntags dabei zu sein! Einfach ein geiler Verein.“