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Olper Abstieg nach 1:2 gegen Wickede perfekt

28.05.2012 | 22:00 Uhr
Olper Abstieg nach 1:2 gegen Wickede perfekt
Björn Schneider tröstet Konstantinidis und Papadopoulos.

Olpe.   Es war 17.10 Uhr. Da ließen sich die Fußballer der SpVg Olpe gestern erschöpft und tief traurig auf den Rasen des Kreuzbergstadions fallen. Denn da war die 1:2 (1:1)-Niederlage und damit der Abstieg der Olper aus der Westfalen- in die Landesliga nach exakt vier Jahren und zehn Tagen besiegelt.

Und das nach nach der guten ersten Saisonhälfte mit 24 Punkten bis zur Winterpause. Aber im Jahr 2012 gab es eben nur zehn magere Zähler hinterher. „Ich muss das jetzt erstmal verdauen. Für mich war das der erste Abstieg überhaupt“, rang sich Olpes Trainer Irfan Buz ein erstes Statement ab.

Es war 16.45 Uhr, da wurde der Kreuzberg ganz still. Denn da sickerte die Kunde vom 3:2-Sieg des Olper Konkurrenten FC Brünninghausen in Hordel durch. Zehn Minuten vorher hatte es in Hordel noch 1:1 geheißen. Fast zeitgleich traf Wickedes Benedict Zwahr nach einem Konter zum 1:2. Es war erst die 66. Minute in Olpe, da Schiedsrichter Vitali Schäfer aus Brilon im Stau hängen blieb und das Spiel so um rund 20 Minute später begann.

Und das nicht schlecht. Huckestein traf nach fünf Minuten die Latte. Aber in der 17. Minute die kalte Dusche. Plötzlich stand Schymanietz frei vor dem zu zögerlichen Christoph Sauermann und traf zum 0:1. Aber David Ohm traf in der 29. Minute mit einem Freistoß aus 30 Metern, bei dem Gästetorwart Dennis Zaworski ganz schwach aussah, zum 1:1.

Nach einer Stunde stellte Buz auf drei Spitzen (neben Frtunic noch Ohm und Stahl) um. Das Risiko wurde prompt mit dem 1:2 (66.) bestraft. „Was blieb uns anders übrig. Wir mussten ja gewinnen“, zuckte Buz mit der Schulter.

Olpe versuchte noch einmal alles und hatte Pech bei einem Schuss von Scheppe (73.), den Zaworski glänzend parierte, und einem Lattentreffer von Philipp Bredebach (88.). „So ist das eben, wenn man unten steht. Dann gehen solche Schüsse eben an die Latte und drehen sich wieder raus“, ärgerte sich Irfan Buz.

So war der bittere Abstieg besiegelt. „Meine Mannschaft hat alles gegeben. Uns haben zwei Siege gefehlt. Der Knackpunkt war unsere Auswärtsschwäche. Und dann verloren wir auch noch die wichtigen Heimspiele gegen Langscheid und Sprockhövel“, resümierte Irfan Buz die Saison.

Buz ließ seine weitere Zukunft am Kreuzberg offen: „Ich habe das Saisonziel nicht erreicht und trage dafür die Verantwortung. Ich werde in den nächsten Tagen mit dem Vorstand sprechen. Dann sehen wir, wie es weiter geht.“

Es würde ja nicht nur die 1., sondern es auch die 2. und 3. Mannschaft sowie sie A- und wohl auch die B-Jugend-Landesliga-Mannschaft der SpVg Olpe abgesteigen.

Olpes sportlicher Leiter Björn Schneider ging nach dem Spiel von Spieler zu Spieler und tröstete die enttäuschten Kicker: „Das muss erstmal sacken. Es ist ein bitterer Moment, nach vier Jahren abzusteigen. Aber es geht weiter“, so Björn Schneider.

Torjäger Miki Frtunic übte Kritik an den Verantwortlichen: „Wenn man absteigt, hat man es auch verdient. Die Jungs haben super gekämpft. Aber seit drei Jahren spielen hier nur junge Leute. Man braucht auch zwei oder drei erfahrene Spieler. Aber das liegt an der Struktur des Vereins. Manche sollten sich mal hinterfragen, ob hier alles so normal läuft.“ Miki Frtunic selbst will beim Neubeginn helfen: „Ich muss ja. Es ist ja kein anderer da.“ Aber Frtunic schränkte ein: „Noch ein Jahr, dann ist Schluss.“

Michael Meckel



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