Niederlage in einem Spiel, das alles andere als normal war

Attendorn..  Enttäuschung herrschte bei der SG Attendorn/Ennest nach einem Handballspiel, das alles andere als normal war für sie.

Vor dem Anpfiff erinnerte der Attendorner Vorsitzende Erik Hesse an den nach schwerer Krankheit verstorbenen Torhüter Markus Rusch. „Ein letzter Beifall für Markus auf diesem Weg,“ so schloss Erik Hesse seine Ansprache. Alle Zuschauer standen auf, beide Teams applaudierten und legten eine Schweigeminute ein.

„Wir haben nichts zu verlieren, sind hochmotiviert und haben den Auftrag, für Markus zu gewinnen“, so lautete die Ansage von SG-Kapitän Christoph Springob vor diesem ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Landesliga. Am Ende gab es gegen Teutonia Riemke II eine unglückliche 22:24 (12:8)-Heimniederlage. Damit ist in dieser Dreier-Relegation der Traum von Aufstieg für die Schützlinge von SG-Trainer Klaus Kraß in weite Ferne gerückt.

Grund für die Niederlage: Bei den Hansestädter fehlten in der Schlussphase die Alternativen auf der Bank. Dies ist nur ein Grund, des weiteren muss man feststellen, dass die ungenügende Chancenauswertung ausschlaggebend war dafür, dass die SGA hohe Vorsprünge verspielte.

Im ersten Durchgang bot die Attendorn/Ennester Sieben eine beeindruckende Vorstellung. Spielführer Christoph Springob war in der Anfangsphase mit vier Toren in Folge der überragende Akteur auf dem Parkett.

SGA beherrscht 75 Prozent des Spiels

Beide Mannschaften gingen mit offenen Visier in dieses finale Spiel. Der Gastgeber verschob gut und packte im Abwehrblock aggressiv zu. So war die 12:8-Pausenführung für die Hansestädter keine Überraschung.

Nach der Pause lief es für die Gastgeber weiter glänzend. Durch einen Hattrick von Lukas Simon (39., 43. und 46. Minute) zum 19:14 schien alles zu Gunsten der Kraß-Buben zu laufen.

Doch eine Schwächeperiode dazu eine schlechte Chancenauswertung und Schwierigkeiten im Spielaufbau, sowie die rote Karte für Marcel Benninghaus brachte die Bochumer wieder ins Spiel. Nun kippte die Partie in Richtung Gäste. Dominik Diesel und Fabian Kramer machten in Überzahl den 24:22-Sieg der Teutonen perfekt, die sich in der Dreierrunde für den Landesliga-Aufstieg eine perfekte Ausganglage verschafft haben.

Torhüter Michael Rietdorf, Spielmacher Denis Aufermann und Kreisläufer Lat Al-Youssef alle mit Verbandsliga-Erfahrung ausgestattet, waren nun die entscheidenden Leute. „Wir haben fünfundsiebzig Prozent das Spiel bestimmt, aber uns fehlten in entscheidenden Situationen die Alternativen“, befand der Attendorner Trainer Klaus Kraß, „das Auslassen von freien Bällen und insgesamt drei Siebenmetern war letztlich entscheidend. Trotzdem muss man in der Niederlage Größe zeigen und dem Gegner zum Sieg gratulieren“. Das zweite Spiel in der Dreierrunde zwischen dem Hammer SC und der SG Attendorn/Ennest wurde nach Absprache mit den Schiedsrichtern, dem Hammer SC und Männerspielwart Hilmar Schöler (Netphen) wegen der Beerdigung von Markus Rusch von Mittwoch auf Dienstag, den 19. Mai um 20 Uhr vorgezogen.

SG Attendorn/Ennest: Selter, Braunschneider; Springob (6), Höffer, Simon (8/2), Menzel (1), Gatermann, Jannik Müller, Sobbeck (4/1), Benninghaus, Kopperberg, Berkenhagen (3/2), Fernholz.