Nach Reinfall am Rhein kann SFG Olpe nur noch ein Wunder vor Abstieg retten

Julia Feldmann (links) Laura Schriewer
Julia Feldmann (links) Laura Schriewer
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Klassenerhalt für die dritte Liga ist eigentlich nur noch theoretisch möglich, aber realistisch ist es sicher nicht.

Bonn..  Das 0:3 (24:26, 22:25, 22:25) beim direkten Konkurrenten SSF Fortuna Bonn brachte den Plan, drei Dreier in den verbleibenden fünf Spielen einzufahren, gehörig durcheinander. Denn die kommenden Gegner sind nicht leichter zu bezwingen. Der nächste Schritt zum Wunder soll am kommenden Samstag folgen, wenn die Damen des VC SFG Olpe im Nachholspiel den SV Bad Laer empfangen (19 Uhr, SFG-Halle).

„Das haben wir uns selbst zuzuschreiben, es wurden zu viele individuelle Fehler vor allem beim Abschluss gemacht“, wollte SFG-Trainer Michael Jürgens auch nichts schönreden. „Es war einfach nur Kopfsache“, so Jürgens weiter und wollte dies nicht auf die sehr prekäre Tabellensituation schieben. Bonn habe einfach kühleren Kopf behalten und in den entscheidenden Phasen die Fehler seinerSFG-Mädels ausgenutzt.

Auch wenn Zuspielerin Tina Kubina kurzfristig nicht mitfahren konnte, so ist dies keine Entschuldigung für das glatte 0:3 am Rhein.

Keine Schuldzuweisungen

Schließlich war mit Louise Seidl eine erfahrene Spielerin auf der Schlüsselposition dabei. „Louise hat Bälle aus fast unmöglichen Situationen zugespielt, mit denen meine Angreiferinnen manchmal nicht mehr gerechnet haben“, sah Jürgens auch in der schwierigen Trainingssituation Ursachen für den gesamten Saisonverlauf.

Die 3. Liga hat schon ein sehr hohes Niveau, und um diesem Niveau gerecht zu werden, müssten regelmäßig alle Spielerinnen drei Mal in der Woche zur Verfügung stehen. Das aber sei aus verschiedenen Gründen oft nicht möglich, will Jürgens keine persönlichen Schuldzuweisungen am Verlauf dieser Saison treffen.

Der SFG-Coach bescheinigte Libero Anna Harnischmacher eine starke Leistung. Auch Julia Feldmann habe vor allem mit guter Annahme und Abwehr geglänzt. Doch allein mit diesen Elementen ist kein Spiel zu gewinnen, dies sind nur Voraussetzungen, um zu einem guten Abschluss am Netz zu kommen. Und genau da haperte es in der Ex-Bundeshauptstadt