Mounir Saida verlängert beim SV Ottfingen

Mounir Saida.
Mounir Saida.
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Was wir bereits wissen
Die Verhandlungen dauerten nur fünf Minuten. Dann waren sich Fußball-Bezirksligist SV Ottfingen und sein Trainer Mounir Saida über eine Zusammenarbeit bis mindestens 2015/16 einig.

Ottfingen..  Ein wenig länger dürften die Gespräche mit den Spielern gedauert haben. Aber auch sie erbrachten ein positives Ergebnis: „Alle bleiben,“ freute sich Vorsitzender Peter Hufnagel über ein „zusätzliches Weihnachtsgeschenk“, wie er es ausdrückte. Lediglich Timo Bröcher zieht es nach der Winterpause zum SC Drolshagen.

Mounir Saida kam im Sommer zum SV Ottfingen und wagte sich an eine knifflige Aufgabe. Der Verein hatte eine unruhige Saison hinter sich. Die endete mit dem Abstieg aus der Landesliga. Klar, dass es mit der Atmosphäre am Siepen nicht zum Besten stand.

Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Die Fußballbegeisterung ist wieder da, die Mannschaft hat die Herzen der Zuschauer zurück erobert.

Diese Emotionalität ist das, was den Trainer an seiner Wirkungsstätte fasziniert: „Das ist mehr als ein Fußballklub. Da steht der gesamte Ort dahinter, freut sich mit und leidet mit.“ Heute steht der SV Ottfingen auf Platz zwei der Bezirksliga. „Und das völlig verdient,“ sagt Mounir Saida.

Gemessen an den Ansprüchen und angesichts des personellen Umbruchs ist dies eine hervorragende Bilanz. Denn vom direkten Wideraufstieg sprach vor der Saison niemand. Erst recht nicht, als der Start holprig verlief. Mounir Saida erinnert sich: „Wir hatten Ergebnisprobleme. Da dachten manche: ,Oh Mann, geht das jetzt wieder los’?`“

„Die großen Fünf ärgern“

Doch dann sprang der Motor an. Die junge Mannschaft, die Saida nicht nur nach fußballerischen, sondern auch nach charakterlichen Kriterien zusammengestellt hat, fand sich mehr und mehr. Entsprechend freut es auch den Trainer, dass er mit dieser eingespielten Einheit weiterarbeiten kann.

Acht Punkte Rückstand hat der SV Ottfingen auf den Tabellenführer Kiersper SC. Was geht noch? „Die großen Fünf ärgern,“ antwortet der SVO-Trainer.

Das ist in der Hinrunde gelungen, schließlich war der SV Ottfingen die einzige Mannschaft, die gegen die Kiersper gewinnen konnte. Doch Aufstiegs-Ambitionen will Saida daraus nicht herleiten: „Kierspe gewinnt seine Spiele und belacht sich, weil sich die Mannschaften dahinter die Punkte gegenseitig abnehmen.“

Der neue Wind auf Ottfingens Höhen sei in hohem Maße ein Verdienst von Mounir Saida und dem sportlichen Leiter Günter Arns. „Der Trainer hat eine junge und dynamische Mannschaft geformt,“ lobte Peter Hufnagel die Arbeit des Trainers, an dem er die „Offenheit, die klare Ansage und die konstruktive Zusammenarbeit“ schätzt. Auch der Vorsitzende spricht nicht vom Aufstieg. „Wir wollen Kierspe so lange wie möglich ärgern,“ sagt er, verhehlt aber auch nicht, „irgendwann wieder“ Landesliga spielen zu wollen.

Sollte die Rückrunde ähnlich verlaufen wie die Hinserie, ist ein Platz in der Ligaspitze drin. Zumal mit Alex Klose und Felix Schwung zwei Langzeitverletzte wieder Licht am Ende des Tunnels sehen. Saida: „Wenn ich die beiden dabei habe, habe ich in der Breite mehr Alternativen.“