Montezuma mischt mit

In bestem körperlichem Zustand sind die Crossläufer der SG Wenden nach Gaudalajara geflogen. Guadalajara, klar, zweitgrößte Stadt in Mexiko. Und da weiß eigentlich jeder Reisende, dass er dort mit Magen- und Darmproblemen konfrontiert werden kann.

Aber im spanischen Guadalajara? So weit reicht der Arm des alten Aztekenherrschers Montezuma, der sich immer wieder gerne an Spanien dem Ursprung allen Übels in Mittel- und Südamerika, rächt, dann wohl doch nicht.

Doch Montezuma macht keinen Unterschied zwischen Spaniern und Resteuropäern. Schließlich liegen diese Ereignisse rund 500 Jahre zurück. Aber Montezuma kennt keine Gnade. Kommen die Europäer schon nicht, dann kommt der Ober-Azteke eben zu den Nachfahren von Hernan Cortez, seinem damaligen Peiniger.

Sein jüngstes Opfer: Tim Arne Sidenstein, der 25-Jährige Top-Läufer der SG Wenden beim Champions-League-Finale im Crosslauf der besten europäischen Vereine.

Doch er hatte die Rechnung ohne die SG Wenden gemacht. Selbst den Ausfall seiner beiden Asse Sidenstein und Niklas Bühner konnte Trainer Egon Bröcher kompensieren. Das Quartett Simon Huckestein, Sven Christian Sidenstein, Sven Daub und Nils Schäfer hatte der Azteken-Rächer nicht auf der Rechnung. Dennoch Warnung für die Zukunft: Montezuma ist watching you. Vorbeugung laut Internet: Kochen, Sieden. Vorsicht vor: Kalten Buffets, Eiswürfeln und Leitungswasser. Verzicht auf offene Getränke, Eis und Rohkost. Jungs aus Wenden: merkt es euch, denn ihr werdet noch stärker auf die Crossbühne Europas zurückkommen. Volkher Pullmann