Michael Zakrzewski undNico Clemens verstärken Hillmicke

Kreis Olpe..  Mit Michael Zakrzewski (29) von LTV Lüdenscheid konnte Fußball-A-Kreisligist Blau-Weiß Hillmicke einen bezirksligaerfahrenen Mittelfeldspieler verpflichten.

Hinzu stößt vom FSV Gerlingen das Hillmicker Eigengewächs Nico Clemens (24) für das defensive Mittelfeld. Besonders erfreulich sei auch, dass „der aktuelle Kader in der neuen Saison komplett zusammen bleibt“, so der2. Vorsitzende Uwe Brucker. Mit weiteren Spielern sei man im Gespräch und hoffe noch auf die ein oder andere Zusage.

Brucker: „Damit wäre die Planung für das neue Spieljahr 2015/16 abgeschlossen und wir hoffen auf eine gute Saison unter der Leitung von Trainer Georg Engel.

Die meisten der über 200 Zuschauerim Attendorner Hansastadion rieben sich am Sonntag wohl verwundert die Augen. Das konnte doch nicht sein. Lief sich da vor dem Kreisduell des SV 04 gegen RW Hünsborn auf dem Rasenplatz etwa Eugen Litter warm? Dabei ist der etatmäßige Kapitän und Abwehrchef des Landesliga-Aufsteigers doch erst Anfang März an der Hüfte operiert worden.

Aber die Besucher der 2:2 ausgegangenen Begegnung hatten sich nicht getäuscht und auch keinen Doppelgänger gesehen. Es war tatsächlich Eugen Litter, der auf der Ersatzbank des SV 04 Platz nahm und nach 52 Minuten sogar eingewechselt wurde. „Ich fühle mich fit und ich will der Mannschaft helfen“, begründete der in den letzten Wochen so schmerzlich vermisste Spielführer sein überraschendes Comeback.

Litter wurde erst am 9. März in einer Spezialklinik in Wuppertal an der Hüfte operiert. Das war schon die zweite Hüft-OP in der Karriere des Abwehrspielers. „In Wuppertal war ich mit Abstand der jüngste Patient“, lachte der Attendorner im Hansastadion. Bereits nach fünf Tagen durfte er das Krankenhaus wieder verlassen. Vor dem Hünsborn-Heimspiel war Eugen Litter erst eine Woche im Training. „Ich habe sehr viel selbst gemacht, bin geschwommen und Fahrrad gefahren.“ Deshalb traute sich Eugen Litter einen Kurzeinsatz zu. Allerdings lässt der von seinem Trainer Lars Mebus ins Sturmzentrum beförderte bullige Fußballer auch keinen Zweifel, dass es mit seinem Comeback noch etwas gedauert hätte, „wenn es bei uns nicht so düster aussehen würde“.

Zu einem Tor reichte es beim 2:2 gegen RW Hünsborn zwar nicht. Aber alleine die körperliche Anwesenheit von Litter in der Angriffspitze half mit, dass die Hansestädter nach dem Seitenwechsel endlich einige offensive Akzente setzen konnten.

Nach dem Schlusspfiff im Hansastadion fachsimpelten die beiden Torhüter Alex Goulas und Tobias Wurm. Ob die tiefstehende Aprilsonne eines der Themen war? Jedenfalls sahen die Keeper jeweils bei einem Gegentreffer nicht gut aus. In einem Punkt war sich das Duo einig. „Kappen bringen gegen die Sonne nichts.“

Unter den Augenzeugen des Landesliga-Spitzespiels in Finnentrop/Bamenohl war auch Klaus Schneider, Urgestein von Rot-Weiß Lennestadt und Mitglied der Kreisspruchkammer. Nicht weiter spektakulär, hätte der Sportkamerad nicht den Weg von der Grevenbrücker Habuche zum Bamenohler Sportplatz zu Fuß bewältigt. Und das mit bald 77 Jahren.

Nur einen Punkt holte Fußball-Landesligist Rot-Weiß Hünsborn aus den drei aufeinander folgenden Auswärtsspielen in Hohenlimburg, Hüsten und Attendorn ergattern. Jetzt droht der Waffenschmidt-Elf das Abrutschen ins Mittelfeld. Der Tabellenfünfte hat nur noch vier Punkte Vorsprung vor dem Zehnten Erlinghausen.

Zum Glück gibt es auch wieder Heimspiele am Löffelberg. Aber die beiden folgenden Gäste haben es in sich: Die heißen Finnentrop/Bamenohl (26. April) und SpVg Olpe (10. Mai).