Melina Schöttes hält international prima mit

Melina Schöttes
Melina Schöttes
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das erste Wettkampfwochenende 2014/15 war zugleich das letzte des Jahres für Melina Schöttes vom Ski Club Oberhundem. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

Oberhundem/Hochfilzen..  Auf Grund der momentanen Wetterlage wurde, wie berichtet, der gesamte nationale Wettkampfkalender bisher durcheinander geworfen und es konnten noch keine Wettkämpfe in Deutschland stattfinden.

Dank der Kaderzugehörigkeit beim Deutschen Skiverband durfte Melina Schöttes beim Continentalcup im österreichischen Hochfilzen an den Start gehen. 32 Nationen hatten ihre besten Skilangläufer nach Hochfilzen entsandt, somit waren an jedem Wettkampftag etwa 500 Sportler gemeldet, darunter zahlreiche Weltcupstarter und Olympiamedaillengewinner, wie z.B. die Polin Justyna Kowalczyk und die Russen Illia Chernousov und Sergey Ustiugov, ist doch der Continentalcup nach dem Weltcup die höchste Rennserie. Aber auch der Wettkampf in Hochfilzen konnte nur stattfinden, weil für den Biathlon-Weltcup eine Woche vorher 4000 Kubikmeter Schnee vom Grossglockner geholt wurde.

29. auf ungeliebter Strecke

Zunächst stand ein Lauf in der klassischen Technik auf dem Programm. Bei 10 Grad plus und Sonnenschein musste die 16-jährige Schülerin zwei Runden auf der sehr anspruchsvollen und weichen Weltcupstrecke laufen.

14 Nationen hatten 76 Nachwuchssportler in dem Doppeljahrgang der U18, in dem Melina Schöttes zu dem jüngsten Jahrgang gehört, gemeldet. Nach der ersten Runde reihte sich Melina als 24. im vorderen Mittelfeld ein. Zur Freude ihres Landestrainers schaffte sie es auch, die 2. Runde konstant zu laufen und verbesserte sich sogar noch auf den nicht erwarteten Platz 20.

Nach etwas Neuschnee in der Nacht musste Melina Schöttes die selbe Strecke zweimal in der freien Technik laufen, bei gleicher Konkurrenz wie am Vortag. Auch hier bestätigte sie ihre gute Leistung vom Vortag. Am Ende landetet sie in ihrer eher ungeliebten Technik auf dem sehr guten 29. Platz.

Auch der Landestrainer des Westdeutschen Skiverbandes, Stefan Kirchner, war mit den Leistungen sehr zufrieden. An beiden Tagen konnte Melina Schöttes die Vorgabe mit einem Platz im vorderen Mittelfeld mehr als erfüllen. „Melina hat ihre sehr guten Trainingsergebnisse im Wettkampf umsetzen können. Sie hat gezeigt, dass sie auch international mithalten kann. Es ist natürlich alles andere als optimal, als ersten Wettkampf der Saison direkt in dieser Rennserie, auf einer so anspruchsvollen Strecke zu starten, aber wichtig war, überhaupt Wettkämpfe zu laufen.“

Im nationalen Vergleich ließ Melina Schöttes als 5. bzw. 8. beste Deutsche ihres Jahrgangs 1998 einige Kadermitglieder hinter sich. „Es waren anstrengende Rennen, auf einer sehr anspruchsvollen Strecke, aber es hat Spaß gemacht, endlich einmal wieder einen Wettkampf zu laufen. Mit meinen Leistungen bin ich auch zufrieden“, zieht die junge Oberhundemerin ein positives Fazit kann zuversichtlich in das Jahr 2015 blicken. Nach Weihnachten geht es für 10 Tage zum Training nach Österreich, bevor Mitte Januar die Internationalen Deutschen Meisterschaften in Girkhausen auf dem Programm stehen.