„Mehrere Regelverstöße“

Beim Stadtpokalturnier Olpe wurden unsere C-Junioren Opfer mehrerer Regelverstöße, so dass ich diesen Vorfall einmal öffentlich mache:

Im entscheidenden Spiel gegen Rüblinghausen führte unsere Mannschaft mit 3:2. Wir klären den Ball zur Ecke. Dann ertönt die Schlusssirene und der Schiedsrichter beendet das Spiel.

Wir begeben uns in die Kabine, wo nach einer Minute der nicht pfeifende Schiedsrichter erscheint und sagt, es habe einen Fehler bei der Zeitmessung gegeben, es müsse noch sechs Sekunden nachgespielt werden. Regelverstoß Nr. 1:

Futsalregel Nr. 5, Seite 24: Die Schiedsrichter dürfen eine Entscheidung nur ändern, wenn sie feststellen, dass sie falsch war, oder falls sie es für richtig halten, auch auf einen Hinweis der Schiedsrichterassistenten. Voraussetzung hierfür ist, dass sie die Partie weder fortgesetzt noch abgepfiffen haben.

Wir begeben uns trotzdem wieder auf das Spielfeld, wo uns der Schiedsrichter erklärt, er habe sich geirrt. Es müssten noch sechs Sekunden gespielt werden. Das Spiel wird mit einer Ecke fortgesetzt, weil unser Spieler vor dem Schlusspfiff den Ball dorthin abwehrte. Verstoß Nr. 2:

DFB-Regel 9 Absatz 2, Futsalregel 8 und Richtlinien für Schiedsrichter S. 119 besagt: Wird die Partie irrtümlicherweise vom Schiedsrichter unterbrochen, wird sie mit einem Schiedsrichterball an der Stelle fortgesetzt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand. Das Spiel wird aber durch eine Ecke fortgesetzt. Die Ausführung dauert mindestens 10 bis 15 Sekunden. Regelverstoß Nr. 3:

Futsalregel 17 besagt: Wird der Eckstoß nicht innerhalb von vier Sekunden ausgeführt, wird dem gegnerischem Team ein Torabwurf zugesprochen. Als der Eckball gespielt wurde , grätscht ein Spieler von uns nach dem Ball und der Schiedsrichter entscheidet richtigerweise auf Freistoß. Dieser wird aber wieder erst nach 10 bis 15 Sekunden ausgeführt. Regelverstoß Nummer 4:

Futsalregel 13: Führt das zum Freistoß berechtigte Team diesen nicht innerhalb vier Sekunden aus, geben die Schiedsrichter einen indirekten Freistoß für das gegnerische Team.

Als der Freistoß dann endlich ausgeführt wird, landet er endlich zum 3:3 bei uns im Tor. Dadurch ging uns der Stadtpokalsieg flöten und die Mastersteilnahme und das alles in einer angeblichen Nachspielzeit von sechs Sekunden.

Aber letztendlich hat der FLVW des Kreises Olpe doch noch seine Regeln eingehalten: § 42 der Spielordnung lautet: Ein Einspruch gegen eine Spielwertung muss zwei Tage nach dem jeweiligen Spiel erfolgen. Durch Enttäuschung und Nachrecherchieren der Regeln haben wir diesen Einspruch erst am dritten Tag eingereicht. Damit ist er unwirksam.

Hiermit möchte ich mich bei allen bedanken, die mehrere Wochen Trainingsarbeit zunichte gemacht haben.