Mach et,Dennis!

War es Absicht oder purer Zufall? Jedenfalls erinnerte der Kurzauftritt von Dennis Weller am Sonntag an den legendären Spruch von Erich Rutemöller aus dem Jahr 1991, der als „Mach et, Otze!“ zum geflügelten Wort in der Fußballwelt geworden ist. Dazu später.

Beim Bezirksligaspiel des FC Altenhof gegen Spitzenreiter Kiersper SC wurde Weller in der 90. Minute für Bastian Schildt aufs Spielfeld geschickt. Dumm nur, dass zu diesem Zeitpunkt noch zehn Altenhofer Feldspieler auf dem Kunstrasenplatz am Winterhagen standen.

Es kam, was kommen musste. Dennis Weller sah ohne eine einzige Ballberührung die gelbe Karte, seine insgesamt fünfte.

Damit ist der ohnehin angeschlagene Altenhofer für die Partie am Sonntag in Niederschelden gesperrt, eine Woche später beim Derby gegen den VSV Wenden aber wieder eine Option für FCA-Trainer Oliver Mack.

Bundesligaprofi Frank Ordenewitz, auf den der Spruch „Mach et, Otze!“ zurückgeht, hatte weniger Glück. Sein im DFB-Pokalhalbfinale zwischen dem 1. FC Köln und MSV Duisburg provozierter und von Trainer Rutemöller abgesegneter Platzverweis führte nachträglich doch noch zur Sperre für das Pokalfinale und durfte nicht in der Liga abgesessen werden. Aber daran wird beim FC Altenhof am Sonntag bestimmt niemand gedacht haben. Martin Droste