Luftiger Spielplan

Je enger der Zeitplan gestrickt ist, umso größer ist die Gefahr von Verspätungen. Jeder Bahnfahrer weiß das. Wenn der Zug zwei Minuten an einem Bahnhof hält, dann findet er sich schneller in den roten (Minuten-)Zahlen wieder als wenn er fünf oder mehr Minuten Aufenthalt hat.

Gleiches gilt für Hallenturniere. Wenn die Luft zwischen den Spielen nur zwei Minuten beträgt, ist der Plan bei geringen Verzögerungen schon auf der Kippe. Und diese gibt es, seitdem die Uhr in der letzten Spielminute bei jeder Ballruhe angehalten wird, zur Genüge.

Deshalb wird es interessant sein zu sehen, wie zum Beispiel die beiden nächsten Masters-Qualifikationsturniere ablaufen: Der Gemeindepokal in Wenden und eine Woche drauf der Lennestadt-Pokal.

In Wenden sind die Spiele 2x12 Minuten lang. Alle 30 Minuten ist ein Spiel angesetzt. Heißt: Sechs Minuten Pause zwischen den Partien (durch den Seitenwechsel werden es wohl weniger). Eine gute Entscheidung. Ebenso wie in Lennestadt. Da hat der Ausrichter bei 1x15 Minuten-Spielen fünf Minuten Luft eingebaut. Lothar Linke