Litter: „Für uns zählt nur der Nichtabstieg“

Neuzugänge SV 04 Attendorn
Neuzugänge SV 04 Attendorn
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Was wir bereits wissen
Viele neue Gesichter sahen die „Kiebitze“ am Donnerstag beim Trainingsauftakt des SV 04 Attendorn im Hansastadion.

Attendorn..  Von den acht Neuzugängen des Fußball-Landesligisten fehlte beim heißen Vorbereitungsstart in die Saison 2015/16 nur Picazio Munte Lelo aus der eigenen A-Jugend. Ansonsten geht der Traditionsverein mit einer runderneuerten Mannschaft in das zweite Landesligajahr.

An den neuen Cheftrainer Eugen Litter müssen sich die Anhänger des SV 04 nicht gewöhnen. Der 23-Jährige spielt schon seit Sommer 2013 für die Hansestädter. Jetzt soll der Abwehrchef und ehemalige Kapitän mit seinem nicht viel älteren Co-Trainer Hasan Dogrusöz für neuen Schwung sorgen. Nach der Trennung von Lars Mebus hatten sich die SV 04-Verantwortlichen für diese „interne Lösung“ entschieden.

Natürlich weiß der in Maumke wohnende Eugen Litter, dass die Cheftrainerposition eine große Herausforderung und auch mit „unpopulären Entscheidungen“ verbunden ist. Aber der Student an der Uni Siegen glaubt an seine Chance. „Ich fühle mich bereit.“

Vorbild Winheller

Dabei verweist der 23-Jährige auf seinen Vor-Vorgänger Timo Winheller, der ihn im Sommer 2013 von den SF Siegen nach Attendorn geholt hat. „Timo hat das doch sehr gut hingekriegt“, schmunzelt der neue SV 04-Trainer. Denn auch Winheller kam ohne große Trainererfahrung nach Attendorn und führte den SV 04 in die Landesliga.

Für Eugen Litter ist der Trainerjob ebenfalls Neuland, auch wenn er beim SV 04 schon eine Jugendmannschaft trainiert hat. Aber der Seniorenbereich, und dann auch noch die Landesliga, sind doch etwas ganz anderes. Über seine Stellung in der Mannschaft musste sich Litter in den beiden letzten Jahren keine Gedanken machen.

König schnupperts schon Bundesligaluft

Auch wenn der Kapitän in der Saison 2014/15 nach seiner Hüftoperation einige Wochen verletzt ausfiel und nach einigen Sperren nur zuschauen konnte, war er in der Kabine der „Leader“ und versuchte, seine Mitspieler mit „vielen Ansprachen“ wach zu rütteln. Bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft hat Litter ein kräftiges Wort mitgesprochen.

„Wir haben junge Spieler geholt, die schon in ihren bisherigen Vereinen Verantwortung übernommen haben.“ Dazu gehören Innenverteidiger Tufan Balci (A-Jugend FC Iserlohn), Onur Benli (FSV Werdohl) oder der von der A-Jugend der SF Siegen nach Attendorn zurückgekehrte Jerome König. Der in Ennest wohnende zentrale Mittelfeldspieler hat mit der Siegener B-Jugend schon Bundesligaluft geschnuppert.

Plettenberger Fahrgemeinschaft

Ins Anforderungsprofil des SV 04 passte auch Andreas Spais vom TuS Plettenberg, der als junger Stürmer schon höherklassige Erfahrungen sammeln konnte. Mit zur Plettenberger Fahrgemeinschaft gehört sein jüngerer Bruder Nico. Ein anderer ehemaligen Plettenberger, Torhüter Alex Goulas, war in der vergangenen Saison einer der wenigen, der konstant gute Leistung gezeigt hat. In der neuen Serie wird sich Goulas einen Zweikampf um die Nummer 1 mit Daniel Stengritt vom TuS Langenholthausen liefern.

Mit Martin Mucha bleibt ein weiterer Ex-Plettenberger beim SV 04. Der in der vergangenen Saison oft verletzte Kicker geht doch nicht wie Tim Allenstein studienbedingt in die USA. Damit steht dem neuen Trainerteam Eugen Litter und Hasan Dogrusöz ein Kader von 22 Spielern zur Verfügung. Litter verspricht sich davon endlich den Konkurrenzkampf, den es in der letzten Serie nicht gegeben hat.

Beim Saisonziel bleibt der neue Cheftrainer gewohnt zurückhaltend. „Für uns zählt nur der Nichtabstieg“. Dabei ist der 23-Jährige überzeugt, dass „wir Qualität in der Mannschaft“ haben. Zu den Favoriten gehören für Litter der SSV Meschede, SC Neheim, SV Hohenlimburg und Borussia Dröschede.