Letzte Hürde für Rothemühle und Attendorn vor dem großen Finale

Ömer Sönmez (Mitte) wurden gegen Wenden (1:2) zwei Tore wegen Abseits aberkannt.
Ömer Sönmez (Mitte) wurden gegen Wenden (1:2) zwei Tore wegen Abseits aberkannt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Auf seiner Abschiedstour beim SV Rothemühle hat Trainer Maik Wolf noch zwei große Ziele: den zweiten Platz in der Meisterschaft und das Kreispokalfinale.

Rothemühle/Attendorn..  Auch wenn der nach Freudenberg wechselnde Übungsleiter Rang zwei in der Bezirksligatabelle nach der unglücklichen 1:2-Niederlage beim VSV Wenden noch nicht abgehakt hat, dürfte das Pokalfinale das realistischere Ziel für den „Dauertrainer“ des SVR sein.

Denn bis zum Endspiel sind es für das Team vom Rothenborn nur noch 90 Minuten, plus eine mögliche Verlängerung und Elfmeterschießen. Die letzte Hürde auf dem Weg in das Kreispokalfinale ist am Mittwoch um 19 Uhr Landesligist SV 04 Attendorn.

Der Sieger dieser Partie hat im Finale am 13. Mai Heimrecht, wenn sich im anderen Halbfinale am 29. April in Weltringhausen die SpVg Olpe erwartungsgemäß beim A-Ligisten SC LWL 05 durchsetzen sollte. Das bestätigte Pokalspielleiter Ulrich Keine aus Helden.

Westfalenpokal gegen SC Paderborn

Den Kreispokal hat Maik Wolf schon einmal mit dem SV Rothemühle gewonnen: 2007. Als Bonbon gab es im Jahr darauf in der 1. Runde des Westfalenpokals das Gastspiel des damaligen Drittligisten SC Paderborn. „Das war am 20. August 2008“, weiß Wolf noch genau. Gegen den heutigen Bundesligisten war dann mit 0:6 erwartungsgemäß Endstation.

Am Tag vor dem Pokalhalbfinale gegen den SV 04 ärgerte sich Rothemühles Trainer noch immer über die beiden vom Schiedsrichter nicht anerkannten „klaren“ Treffer von Ömer Sönmez in Schönau.

Ist damit die Luft aus der Meisterschaft raus? „Ganz und gar nicht“, meint Maik Wolf und verweist auf das Nachholspiel am 7. Mai gegen den SV Ottfingen, „Wenn wir das gewinnen, haben wir 39 Punkte und sind wieder dick im Geschäft“, hat Wolf den zweiten Platz weiterhin im Visier.

Heiko Entrup zu Unrecht gesperrt?

Wie sein prominenter Trainerkollege Jürgen Klopp könnte sich Maik Wolf den Abschied im Pokal versüßen. „Dann geht es bei uns zwar nicht mit dem Bus über den Borsigplatz. Aber vielleicht fahren wir dann mit dem Fahrrad über Rothenborn“, lacht der 42-Jährige.

Halbfinalgegner SV 04 Attendorn muss noch einmal auf seinen rotgesperrten Stürmer Hakan Firat verzichten, der am Sonntag beim VfL Bad Berleburg aber wieder spielberechtigt ist. Umgekehrt stehen die Zeichen für Robin Entrup. Der Abwehrspieler kassierte gegen Hünsborn seine fünfte gelbe Karte - vier hatte er von seinem ehemaligen Verein SG Finnentrop/Bamenohl mitgebracht - darf gegen Rothemühle spielen, muss in der Meisterschaft aber aussetzen.

Besonders bitter für Entrup: Der Unparteiische soll am Sonntag eingestanden haben, dem falschen SV 04-Spieler die gelbe Karte gezeigt zu haben.

Der SV 04 Attendorn erreichte im letzten Jahr als Meister der Bezirksliga automatisch den Westfalenpokal. Nach der weiten Reise nach Stift Quernsheim (Kreis Herford) war dann in Runde zwei im Hansastadion gegen den SC Verl (0:6) Schluss. Zwei Runden weiter schickte der Regionalligist aus Verl die SpVg Olpe mit 10:0 nach Hause.