Kraulen über Warnwesten und Bierflaschen

Die Attendorner Triathleten in Dortmund
Die Attendorner Triathleten in Dortmund
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Am Samstag standen sie als Helfer beim Biggeseemarathon bereit - oder machten sich gar selbst auf die Strecke.

Dortmund..  Acht Triathleten aus dem Team des TV Attendorn gingen knapp 20 Stunden später bei der 14. Auflage des Dortmunder Triathlons an den Start und konnten mit zum Teil hervorragenden Ergebnissen aufwarten.

Als erster Athlet stieg Marco Fischer in die kalten Fluten des Dortmund-Ems-Kanals. Nach 400 metern schwimmen, 10Kilometer Radfahren und 2,5Kilometer laufen erreichte er als erster Attendorner das Ziel. Nur eine Stunde später waren fünf weitere Tritimer auf der Volksdistanz unterwegs. Hier mussten sie mit weiteren 250 Teilnehmern um eine gute Schwimmzeit über 750 Meter kämpfen.

Durch Warnwesten und Bierflaschen

Ein wenig Abwechslung bot da der bekannte Kanal schon: Statt langweiligen ‚Kachelzählens‘ wie im Freibad ähnelte die erste Disziplin eher einer Schatzsuche, bei der die Aktiven in der Kraultechnik von Warnwesten über Bierflaschen bis zu Einkaufswagen allerlei auf dem Grund ausmachen konnten.

Als erster aus den Attendorner Reihen stieg Daniel Kaufmann aus den Fluten, gefolgt von Matthäus Waller.

Die anschließenden welligen 20 Kilometer mit reichhaltiger Schlaglocheinstreuung verschafften vor allem mountainbike-erfahrenen Ausdauersportlern leichte Vorteile. Hier spielte Lothar Fischer in gewohnter Manier seine Stärken aus, konnte jedoch Nachwuchstalent Daniel Kaufmann auf den abschließenden 5 Kilometern nicht mehr erreichen. Für Kaufmann bedeutete dies Silber in der B-Jugend Fischer erreichte nach seinem Klasserennen vom Vortag am Biggesee noch den 4. Rang seiner AK.

Damen auf dem Treppchen

Auf Treppchen schafften es die beiden angetretenen Attendorner Damen. Simone Berei mit ihrem 3. Rang in der AK35 und Yvonne Fischer mit einem erneuten Sieg in der Juniorenwertung sorgten für weiteres Edelmetall in Reihen der Hansestädter.

Kurz nach Zwölf fiel dann auch der Startschuss für die letzten beiden Triathleten. Sie hatten 1,5 Kilometer Schwimmen, 40Kilometer Rad fahren und einen 10Kilometer Lauf durch den schönen Fredenbaumpark zu bewältigen.

Für eine große Überraschung sorgte Ernst Klein in seinem letzten Vorbereitungswettkampf vor großen Triathlon über die Langdistanz in Roth. Zwar kam Mario Kaufmann 20 Sekunden vor Klein aus dem Wasser, aber durch die hervorragende Radzeit von 1:06 Stunden und einer bemerkenswerten Laufzeit von 53Minuten finishte er gut 6 Minuten vor seinem Vereinskollegen, was ihm völlig überraschend Bronze in der AK 50 einbrachte.