Kontroverse Diskussion um Reform

Olpe..  Die Strukturveränderungen im Handball mit der Abschaffung der Bezirksligen waren das Hauptthema beim Treffen die Handballer aus dem Märkischen, dem Kreis Olpe und dem Siegerland, kurz: Des gesamten Handballkreises Lenne-Sieg im Kolpinghaus Olpe.

Hauptpunkt war die Strukturreform. „Es muss genau überlegt werden, wie die Zwischenstufe zwischen der Kreisliga und der Landesliga sinnvoll gefüllt werden kann“, sagt der Kreisvorsitzende Fritz Korte. Der Eiserfelder ist kein glühender Anhänger der neuen Strukturen, im Gegenteil, er sieht die Neuerung eher als problematisch an: „Der Sprung zur Landesliga wird zu groß“, sagt Korte, „meiner Meinung nach hilft nur eine Kreis-Oberliga, wenn sich mehrere Kreise zusammentun. Eine eigene Kreis-Oberliga nur im Handballkreis Lenne-Sieg wird einfach nicht stark genug sein.“

Großes Gefälle

Es wurde kontrovers diskutiert. Cornelius Vowinkel, Vorsitzender der Technischen Kommission im Handballkreis Lenne-Sieg, war mit der Lösung der Kreis-Oberliga nicht glücklich: „Es entfällt eine sportliche Ebene und dadurch entsteht ein riesengroßes Gefälle von der Kreis-Oberliga bis in die Landesliga.“

Die gleiche Meinung vertrat Klaus Kraß, Trainer des Handball-Bezirksligisten SG Attendorn/Ennest. „Der Sprung von der Kreis-Oberliga in die Landesliga ist recht hoch. Auch die finanziellen Aspekte sind nicht unerheblich.“ Der Abteilungsleiter Handball des TV Olpe, Uwe Schmidt hält „eine Kreisoberliga in Kooperation für förderlich.“

Volker Niemetz vom TuS Ferndorf kann sich schon eine Kooperation mit anderen Kreisen vorstellen. „Sicherlich gibt es Mehrkosten, aber auch die Kompetenzen, wer war macht, sollten klar abgestimmt sein.“

Roland Janson als Vereinsvertreter des TS Evingsen votierte für eine Kreis-Oberliga des Handballkreises Lennesieg. Es vereinfache die Schiedsrichteransetzung, dazu würden die Vereine finanziell entlastet. Nicht zuletzt seinen lukrative Derbys zu erwarten.