Konfusion um die SF Siegen II geht weiter

Reinhold Spohn (links) mit mit dem FLVW-Präsident Hermann Korfmacher.
Reinhold Spohn (links) mit mit dem FLVW-Präsident Hermann Korfmacher.
Foto: frei
Was wir bereits wissen
Für den neuen Sportvorstand Reiner Jakobs ist die Entscheidung längst gefallen. Die Sportfreunde Siegen melden ihre zweite Mannschaft nicht ab, lassen den Spielbetrieb aber ruhen.

Kreis Olpe/Siegen..  Somit müsste die aus der Fußball-Landesliga 2 abgestiegene und in die Bezirksliga 5 eingeteilte U23 dort als erster Absteiger feststehen.

Die Sache hat nur einen Haken: Noch weiß der zuständige Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) nichts von dieser Entscheidung des ehemaligen Regionalligisten. Auch am Mittwoch warteten VFA-Vorsitzender Reinhold Spohn aus Herne und Beisitzer Alfred Link auf eine entsprechende Information des Traditionsvereins.

„Die Tendenz geht dahin“, berichtete Alfred Link aus Eslohe, dass die Reserve-Mannschaft der Sportfreunde vom Spielbetrieb zurückgezogen wird. Damit droht der Bezirksliga 5 ein zweiter „Fall Preußen Borghorst“. Die Steinfurter wurden vor einem Jahr in die Landesliga 2 umgruppiert, zogen ihre Mannschaft vom Spielbetrieb zurück und standen vor Saisonbeginn als erster Absteiger fest. SF Siegen 2 könnte jetzt eine ähnliche Rolle als „Phantom-Mannschaft“ spielen.

Ein solches Hin und Her hat Alfred Link in seiner langen Funktionärskarriere „noch nicht erlebt“. „Bei Siegen scheint es drunter und drüber zu gehen“, schüttelt der Staffelleiter der Westfalenliga 2 mit dem Kopf.

Noch ist die zweite Mannschaft der Sportfreunde Siegen aber nicht abgemeldet. Bis gestern hatte sich am Kenntnisstand des Verbands-Fußball-Ausschuss nichts geändert. Auch wenn der Esloher Link schon vor Tagen „in der Zeitung“ etwas anderes gelesen hatte. Aber vor der Einteilung der überkreislichen Fußballklassen kam die Info aus Siegen: Wir melden die zweite Mannschaft für die Bezirksliga.

„Phantom-Team“

Eine spielfähige Mannschaft würden die Sportfreunde in der Bezirksliga 5 nicht zusammen bekommen. Denn längst steht fest, dass alle Talente in den Kader des 1. FC Kaan-Marienborn 2 wechseln. Zurück bliebe ein reines „Phantom-Team“ SF Siegen 2, das zum Spielbetrieb nicht antreten und als erster von drei Absteigern feststehen würde.

Für den neuen Sportvorstand Reiner Jakobs ist alles geregelt. Vom ehemaligen Siegener Vorsitzenden Ulrich Steiner sei ihm versichert worden, dass die „Vorgehensweise satzungskonform ist“. Sprich: Die zweite Mannschaft bleibt gemeldet, wird aber vom Spielbetrieb zurückgezogen und steht als erster Absteiger aus der Bezirksliga 5 fest. Dass dem Verband diese Infos noch nicht vorliegen, verwundert Jakobs. „Die Vorgehensweise ist dem FLVW bekannt“, habe ihm Steiner hinterlassen. „Aber ich will das gerne nach Kaiserau weitergeben“, sagte der neue Sportvorstand abschließend.

Was wird aus TuS Plettenberg?

Auf der Strecke bliebe der TuS Plettenberg, der weiter in der Bezirksliga 4 spielen müsste.

Aber hier scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Man könnte Plettenberg den Gefallen tun, in die Staffel 5 zu wechseln“, schließt Alfred Link vom Verbands-Fußball-Ausschuss nicht aus, dass das „Phantom“ Siegen 2 dann in die Bezirksliga 4 geschoben wird. Noch sind die Spielpläne ja nicht raus.

Die Verantwortlichen der SF Siegen setzen auf die Kooperation mit Bezirksliga-Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn 2. Allerdings wollen Sportvorstand Reiner Jakobs und Co. auch noch etwas in der Hinterhand haben, wenn die Zusammenarbeit der beiden Vereine nicht wie gewünscht klappen sollte. Bleibt SF Siegen 2 gemeldet, wäre ein Neuanfang in der Kreisliga A möglich. Ansonsten müsste eine neue Zweitvertretung der Sportfreunde in der Kreisliga D beginnen.