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Klassenerhalt geschafft

10.05.2009 | 17:04 Uhr

Handball-Bezirksliga: SG Attendorn-Ennest - TS Selbecke 29:28 (16:11).

(ba) Das „Dream-Team" der kommenden Bezirksliga-Saison ist perfekt: Nach dem TV Olpe schaffte im „Herzschlag-Finale" jetzt auch die SG Attendorn-Ennest den Klassenerhalt und darf sich gemeinsam mit Olpe und Aufsteiger Lennestadt-Würdinghausen ab September auf spannende Lokalderbys freuen.

Noch nicht einmal beim Abpfiff konnte sich die Anspannung in der mit 250 Zuschauern gut besetzten Attendorner Rundturnhalle lösen. Denn die Gäste erhielten nach der Schluss-Sirene bei 29:28 für die Hausherren noch einen Freiwurf aus einer Distanz von etwa 13 Metern bei zwei Sekunden Zeit.

Tobias Stumpf

„Held” des Abends

Erst als das letzte Selbecker Geschoss über das Tor pfiff, stürmten die SG-Spieler auf den „Helden" des Abends zu: Torwart Tobias Stumpf, der bei Siebenmetern eingewechselt wurde und fünf davon hielt, darunter den wohl entscheidenden anderthalb Minuten vor Schluss.

Mitten im Trubel: Abteilungsleiter Jürgen „Buddy" Schulte, der scheidende Geschäftsführer Thomas Rüsche, der „Alt-Internationale" Bernd Pieper, Betreuer Klaus Luers, Kassierer Uwe Walter und der mit einer Trommel bewaffnete „Einpeitscher" Wolfgang Höffer.

Der Klasse-Kreisläufer aus den 80er-Jahren umarmte als ersten Spieler seinen Sohn Christian, der mittlerweile die Position des Vaters am Kreis geerbt hat. Nur einer stand ein wenig abseits und sinnierte über seinen Aufzeichnungen: Trainer Wolfgang Münch, der sein großes Ziel erreicht hatte, das aber offensichtlich noch nicht wahrhaben wollte.

„Ich habe in den letzten Nächten kaum geschlafen. Alle möglichen Abwehrformationen sind mir pausenlos durch den Kopf gegangen", verriet Münch im WR-Interview.

Dabei hätte alles so einfach werden können. Seine Mannschaft war im ersten Durchgang in Angriff und Abwehr überlegen und beim Zwischenstand von 12:5 bereits mit sieben Toren auf und davon. Aber der Gast aus dem Hagener Süden bewies Kampfgeist und kam bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn vom 16:11-Pausenstand auf 17:16 heran.

Die SG führte zwischendurch hin und wieder mit zwei bis drei Toren, aber Selbecke ließ sich nicht abhängen. Dazu musste noch Simon Lippe in der 40. Minute das Feld räumen. „So einen schmerzhaften Pferdekuss habe ich noch nie bekommen", verriet der ehemalige Lennestädter den Grund des Ausscheidens.

90 Sekunden vor Schluss hielt Tobias Stumpf seinen fünften Siebenmeter, im Gegenzug hätte Dennis Schröder mit eigenem Strafwurf alles klar machen können. Doch sein „Aufsetzer" kam zu kurz, berührte die Unterkante der Latte und wurde eine Beute des Hagener Keepers.

So musste die SG Attendorn-Ennest mit ihren zahlreichen und lautstarken Fans länger zittern als notwendig, aber mit gutem Ausgang. Wolfgang Münch fand am Ende Dankesworte: „Dank an die Mannschaft, die Betreuer, die Fans, die Unterstützer und Sponsoren, allen voran Aquatherm. Mein Freund Klaus Krass hat mir vor dem Spiel gesagt: Ihr gewinnt. Anscheinend hat er immer Recht."

SG Attendorn-Ennest: Rusch, Stumpf; Damm (1), Schröder (6/4), Luers (3), Springob (7), Lippe (3), Skrijelj (4/4), Höffer, Ohm (4), Knoblauch, Gante (1), Herberholt.

Rüdiger Barteit

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