Kerstin Szymkowiak muss verletzt aufgeben
09.01.2009 | 17:35 Uhr 2009-01-09T17:35:00+0100Königssee/Marmecke. (fr) Riesen-Pech für Kerstin Szymkowiak. Beim vierten Skeleton-Weltcup am bayerischen Königssee musste die 31-jährige Marmeckerin am Freitag nach dem ersten Lauf mit einer schmerzhaften Oberschenkelverletzung aufgeben.
„Am Start hat sie sich beim vorletzten Tritt vertreten und konnte nicht mehr auftreten“, berichtete Marita Jürgens, Mutter der Sportlerin. Sie stand hilflos an der Eisbahn, während ihre Tochter mit Verdacht auf Muskelfaserriss zur Untersuchung erst ins Berchtesgadener, dann ins Freilassinger Krankenhaus gefahren wurde.
„Dabei hatte sie ja trotzdem so einen super Lauf“, zeigte sich Marita Jürgens dann auch ein bisschen stolz darauf, dass Kerstin trotz ihrer Verletzung noch die Bestzeit im ersten Lauf runter brachte. Die hatte aber höchstens moralischen Wert, denn die Ärzte rieten von einem Start im zweiten Durchgang ab.
Mit dem Ausscheiden gestern musste die bislang in der Gesamtwertung klar führende Kerstin Szymkowiak alle Hoffnungen auf den ersten Gesamtweltcup-Sieg ihrer Karriere begraben, denn gleich sechs Fahrerinnen zogen vorbei. Da es kein Streichergebnis gibt und der Start in St. Moritz kommende Woche in den Sternen steht, sind die 181 Punkte Rückstand auf ihre gestern erneut siegreiche Teamkollegin, Welt- und Europameisterin Anja Huber, unter normalen Umständen nicht mehr aufzuholen.
Die ersten Worte der Siegerin galten daher auch Pechvogel Kerstin Szymkowiak. „Das tut mir wahnsinnig Leid für Kerstin. Es fällt mir richtig schwer, mich über den Sieg zu freuen. Ich hätte ihr den Erfolg heute von ganzem Herzen gegönnt“, wird Huber im Internetportal des Bob- und Schlittenverbands Deutschland zitiert.
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