Keine Angst vor Wolfs großen Fußstapfen

José Fernandez
José Fernandez
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Was wir bereits wissen
Wenn die neue Fußball-Saison beginnt, dann werden sich die Fans des SV Rothemühle, die nicht mindestens 17 sind, an ein neues Gesicht auf der Trainerbank gewöhnen müssen, denn sie werden kein anderes kennen.

Rothemühle..  Die Rede ist von Maik Wolf, der am 14. Juni nach zwölf Jahren als Trainer des SV Rothemühle verabschiedet wurde. Wolf führte den SV Rothemühle 2005 in de Landesliga und feierte am 13. Mai mit dem Verein seinen dritten Kreispokalsieg.

Wolfs Nachfolger ist für die heimischen Fußballfans, vor allem für die im Wendener Land natürlich ein alter Bekannter: José Fernandez. Der 42-Jährige spielte 13 Jahre beim SV Ottfingen in der Verbands- (3) und Landesliga (10 Jahre), bevor er drei Jahre Trainer des FC Altenhof wurde. Nach einer zweijährigen Trainer-Tätigkeit bei der SG Kleusheim/Elben ging Fernandez 2013 als Trainer ins Siegerland, zum FC Kreuztal.

Zweijahresvertrag

Jetzt kehrt Fernandez nach zwei Jahren in den Kreis Olpe zurück. Frnandez hat beim SV Rothemühle einen Zweijahresvertrag unterschrieben. „Ich freue mich tierisch auf die neue Saison. Wenn man zwei Jahre im Siegerland gearbeitet hat, freut man sich sehr darauf, wieder in der Bezirksliga im Wendener Land arbeiten zu dürfen. Dort wird Fußball doch viel mehr gelebt, als im Siegerland“, sagte José Fernandez gestern bei einem Pressetermin in seiner Heimatstadt Olpe.

Er freue sich sehr, dass er bei einem Verein wie dem SV Rothemühle arbeiten zu dürfen. „Als der erste Anruf kam, habe ich mir natürlich etwas Bedenkzeit erbeten. Aber die brauchte ich nicht lange. Diesen Job hätten doch viele Trainer gerne“, ist sich Fernandez sicher.

Befürchtungen, dass die Fußstapfen, die sein Vorgänger Maik Wolf am Rothenborn in zwölf Jahren hinterlassen hat, zu groß sein könnten, hat Fernandez nicht. „Wenn ein Trainer zwölf Jahre bei einem Verein arbeitet, zeigt das, welch gute Arbeit er geleistet hat. Es ist eine Herausforderung, einem Mann wie Maik Wolf nachzufolgen. Aber davor habe ich keine Angst. Ich bin ja auch kein Neuling. Ich werde vom ersten Tag an 100 Prozent Gas geben“, verspricht José Fernandez.

Sechs neue Spieler

Sechs neue Spieler hat der SV Rothemühle geholt, drei verlassen den Rothenborn. Davon sind allerdings drei Spieler, die in der Rückrunde suspendiert wurden und nicht mehr für den SVR gespielt haben. Leider fällt David Koch, der vom FC Hilchenbach kommt, in der Vorrunde wegen eines Kreuzbandrisses aus.

Fernandez: „Ich habe die Mannschaft in den letzten Wochen der letzten Saison beobachtet. Nach dem Kreispokalsieg hat sie wieder richtig Fahrt aufgenommen. Ich hoffe, dass wir den Schwung in die Anfangsphase der neuen Saison mitnehmen und uns oben festsetzen können.“

Er sei sich natürlich auch im Klaren, dass seine Arbeit nun wieder unter größerer Beobachtung stehe, als zuletzt in der beim FC Kreuztal. Fernandez: „Ich werde noch ein Stückchen professioneller arbeiten und mich noch gewissenhafter vorbereiten müssen.“

Tolle Pokalspiele

Apropos: Vorbereitung. Die startet am 14. Juli am Rothenborn. Allerdings steigt Fernandez, der am heutigen Mittwoch in seinen wohlverdienten Urlaub nach Mallorca fliegt, erst zwei Tage später ein. „Das ging terminlich leider nicht anders. Aber ich habe ja ein gutes Team, das die Aufgabe für zwei Einheiten übernehmen wird“, sagt Fernandez.

Und die Vorbereitung ist gespickt mit absoluten Highlights. Da ist Ende Juli das Gemeindepokalturnier in Hillmicke und dann ein eigenes Turnier am Rothenborn. Im August folgen die Pokalspiele zuhause gegen Regionalligist SG Wattenscheid 09 (Westfalenpokal) und VSV Wenden (Kreispokal). „Da kribbelt es einem doch jetzt schon. Wir haben so viele tolle Pflichtspiele, da brauchte ich erst gar keine Testspiele abzuschließen“, ist Fernandez voller Vorfreude.

Sein Ziel ist es, mit dem SV Rothemühle oben mitzuspielen. Wie weit es gehen werde, müsse man abwarten. „Wir müssen nicht aufsteigen. Das habe ich auch mit unserem Vorsitzenden Andreas Grub klar besprochen. Ich habe keinen Druck“, beteuert Fernandez.

Karimu bleibt

Er hoffe, so Fernandez weiter, dass die Ömer Sönmez seinen „Killerinstinkt“ vor dem gegnerischen Tor auch im nächsten Jahr zeigen werde und er freue sich auch sehr darüber, dass Nurudeen Karimu jetzt doch am Rothenborn bleibe,

Seine 13-jährige Tätigkeit beim SV Ottfingen soll ihm auch bei seiner Arbeit in Rothemühle helfen. „Ottfingen war ein absoluter Glücksfall für mich. Das Umfeld passte. Die Rothemühler haben eine ähnliche Mentalität. Ich bin mir sicher, dass ich dort gut zurecht kommen werde.“

Und er freue sich natürlich auch wieder auf die vielen Derbys, besonders gegen den SV Ottfingen, der den Aufstieg auf der Zielgeraden gegen Fernandez’ zweiten Ex-Klub FC Altenhof so knapp verpasste. „Ottfingen hat nach schwachem Start eine super Rückrunde gespielt. Dass es dann doch nicht geklappt hat, ist für sie natürlich bitter. Aber ich freue mich natürlich auch für den FC Altenhof. Oliver Mack hat dort in den letzten drei Jahren mit zwei Meisterschaften ganz hervorragende Arbeit geleistet.“

Irgendwann mal Meister werden

Generell sei es sein großes Ziel, irgendwann auch einmal Meister zu werden. Fernandez: „Das fehlt mir noch. Mit Ottfingen bin ich dreimal kurz vor dem Ziel gescheitert. Ich bin zweimal Vizemeister und einmal Dritter geworden. Als Spieler habe ich es leider nicht geschafft, Meister zu werden. Es wäre schön, das mal als Trainer zu packen. Wenn mir das mit dem SV Rothemühle einmal gelingen sollte, wäre das natürlich eine ganz tolle Sache.“