Jetzt will Rudi Schneider noch das i-Tüpfelchen
10.01.2012 | 17:35 Uhr 2012-01-10T17:35:00+0100
Möllmicke.Neben dem Trainer Rudi Schneider (wir berichteten) wird auch der 1. Vorsitzende Thomas Koch seine Amtszeit beim Fußball-Bezirksligisten FC Möllmicke beenden. „Aus rein beruflichen Gründen“, erklärte Koch, der bei der Wahl des neuen Vorsitzenden bei der Jahreshauptversammlung am 3. Februar auf insgesamt zehn Jahre Vorstandsarbeit zurückblicken kann – vier davon als Vorsitzender. Ein Nachfolger steht, wie auch in der Trainerfrage, noch nicht fest.
Was Rudi Schneider angeht, wird es ein Auseinandergehen im Guten sein. Nach der Mitteilung des Fußball-Trainers, kein weiteres Jahr beim Bezirksligisten dran zu hängen, schwärmten beide Seiten in höchsten Tönen von der gemeinsamen Zeit. „Rudi Schneider war das Beste, was uns passieren konnte. Die Zusammenarbeit war exzellent und es ist alles erreicht worden, was ging“, sagt Koch.
Rudi Schneider bläst ins selbe Horn: „Ich hoffe, dass die Fans und Spieler das eine oder andere in positiver Erinnerung behalten, zum Beispiel die Auswärtsfahrten. Das waren drei ganz tolle Jahre. Den Verlauf wissen wir ja alle.“
Nach dem Einstieg im Februar 2009 gelang in der Kreisligastaffel A2 als Fünfter die Qualifikation zur eingleisigen Kreisliga, in der zunächst ein dritter Platz und dann im letzten Sommer der Aufstieg in die Bezirksliga gelang.
Offen bleibt die Frage nach dem Grund für den Rückzieher, denn seitens des Vereins hätte man die Zusammenarbeit gern fortgesetzt. Nicht ausschlaggebend waren die unterschiedlichen Ansichten darüber, ob der Kader nach dem Aufstieg durch Zugänge hätte verstärkt werden sollen. Finanzielle Risiken vermieden die Grün-Weißen bekanntlich vor der Saison und gingen mit fast unverändertem Team in die Saison.
„Ich wusste das vorher und bin das Risiko eingegangen. Deshalb ziehe ich die Saison auch durch. Die Sache ist die, dass ich eine Pause einlegen will“, begründet der 50-jährige Ottfinger seine Entscheidung und legt sich fest: „Ich werde auch bei anderen Vereinen erst mal nix machen. Nach dreieinhalb Jahren mit dreimal Training in der Woche und Spielen am Sonntag tut eine Pause gut.“
Der endgültige Abschied vom Fußball soll es aber nicht sein. Rudi Schneider: „Irgendwann brennt es dann wieder. Man weiß ja, wie das ist. Wie lange es bis dahin dauert, weiß man aber vorher nicht.“
Doch das ist alles Zukunftsmusik – noch steht ja eine halbe Saison aus, und die hat es in sich.
Mit fünf Punkten Rückstand auf den zehnten Platz, den mutmaßlich ersten Nichtabstiegsplatz, geht der FCM mit einer ordentlichen Hypothek in die Rückrunde. Dennoch gibt man sich kämpferisch, zumal mit Stürmer Raphael Wacker der Mannschaftskapitän in der Rückrunde wieder verfügbar ist. Schneider: „Wenn wir jetzt noch die Klasse halten sollten, wäre das das i-Tüpfelchen oben drauf. Ich finde auch, es sieht gar nicht so schlecht aus.“
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