Isabel sogt in der 2. Liga für Furore
26.12.2007 | 16:45 Uhr 2007-12-26T16:45:03+0100Olpe. (lup) "Es war einmal..." so fangen alle Märchen an. So auch das Märchen eines kleinen Mädchens aus Ottfingen, das in einem sportlichen Elternhaus groß wurde.
Und als es etwa zehn Jahre alt war, wollte es unbedingt Volleyball spielen und wandte sich an den Sportlehrer Josef Basch vom St. Franziskus-Gymnasium, der dort schon seit Ur-Zeiten eine große Talentschmiede betrieb und noch heute betreibt. Und er förderte sie und steckte sie schnell in immer stärkere Mannschaften seines Vereins.
Da sie sich prima entwickelte, wurden auch andere im tiefen Sauerland auf sie aufmerksam, erkannten ihr riesiges Talent, lockten sie vom Bigge- an den Sorpesee und brachten sie in der Jugendauswahl des großen Landes unter. Als vorläufige Krönung ist die mittlerweile gar nicht mehr so kleine 16-jährige junge Dame auf 1,80 Meter angewachsen und steht im Kader des TuS Iserlohn, der als Neuling in der 2. Bundesliga-Nord als Tabellendritter für Furore sorgt.
Isabel Schneider gelang in kürzester Zeit ein Riesensprung. Sie wird nun von der ehemaligen Nationalspielerin Judith Siebert weiter gefördert. "Das Training dort ist ganz anders, man kann es mit wenigen Worten kaum beschreiben, ich habe schon sehr viel gelernt", ist Isabel von ihrer Trainerin geradezu fasziniert. An den Meriten ihrer Trainerin, die im Sport fast alles erreicht hat, was eine deutsche Volleyballerin erreichen konnte, kann sie sich zwar orientieren,. Aber?
Aber bei allem sportlichen Ehrgeiz hat die Schule absolute Priorität. "Natürlich ist es stressig, dreimal Training pro Woche, Zeitaufwand jeweils vier bis fünf Stunden. Und die Auswärtsfahrten, teilweise mit Übernachtung, wenn es nach Berlin oder Parchim in Mecklenburg-Vorpommern geht", erzählt Isabel und muss auf manche Freizeitaktivität verzichten. Nebenbei spielt sie auch noch in der A- und B-Jugend des RC Sorpesee und freut sich auf den Bundespokal für Ländermannschaften im Februar in Konstanz.
Aber das Wagnis "2. Bundesliga" hat sich schon jetzt gelohnt. Denn trotz ihrer 16 Lenze drückt sie keineswegs, wie zunächst anzunehmen war, nur die Bank. Nachdem ihr großes Vorbild Judith Siebert, die ausgerechnet auf ihrer Position (Diagonal) spielt, einige Zeit ausfiel, schlug ihre große Stunde. Nach Kurzeinsätzen spielt sie jetzt fast regelmäßig durch, ihre fast übermächtige "Konkurrentin" rückt freiwillig auf Außen. Die Quittung zur Halbzeit: Iserlohn belegt einen tollen 3. Platz, obwohl - oder gerade weil - Isabel praktisch zum Stamm zählt.
Das Märchen mit dem Mädchen Isabel ist sicher noch lange nicht zu Ende, und ob es so endet wie das ihrer nicht nur wegen der Länge (1,94 Meter) großen Trainerin, sei dahingestellt. Aber träumen ist immer erlaubt.
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