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Huckestein kontert Angriff von Wolter auf der Ziellinie

05.02.2012 | 18:07 Uhr
Huckestein kontert Angriff von Wolter auf der Ziellinie
Simon Huckestein (rechts).

Leverkusen.„Ich bin natürlich sehr zufrieden. Es ist einfach toll zu sehen, wie sich er der alte Hase immer wieder gegen die jüngeren Konkurrenten behauptet.“

Der „alte Hase“, das ist kein Geringerer als Simon Huckestein, Ausnahmeläufer der SG Wenden, der gestern Mittag in Leverkusen Westdeutscher Hallenmeister über 1500 Meter wurde.

Und der, der sich so über den Triumph seines 26-jährigen Schützlings freute, war Wendens Cheftrainer Egon Bröcher, den wir kurz nach dem Rennen in der Leichtathletik-Halle „im Stadion Manfort“ am Handy erreichten.

Der wievielte Westfalenmeistertitel es für Huckestein gewesen sei, vermochte sein Erfolg-Trainer nicht zu beantworten. „Ganz ehrlich, ich weiß es im Moment wirklich nicht“, lachte Bröcher.

Auf jeden Fall war es gestern ganz schön eng. Zunächst sei es, so Egon Bröcher, „ein normales Meisterschaftsrennen“ gewesen. Ohne allzu hohes Tempo.

Rund 250 Meter vor dem Ziel setzte sich eine Viergruppe mit Huckestein ab. Im Schlepptau: Florian Wolter (LG Olympia Dortmund), der vor drei Wochen in Dortmund Westfälischer Meister über diese Strecke wurde.

Auf der Zielgeraden zog Wolter den Spurt an. „Da sah es eine Moment nicht gut aus. Wir wussten natürlich, dass Wolter gut drauf war“, bekannte Egon Bröcher.

Aber Huckestein gab nicht auf. Und praktisch auf der Ziellinie konnte er den Angriff seines sechs Jahr jüngeren Konkurrenten kontern und hauchdünn gewinnen.

Das war eng. Aber es klappte mit dem Westdeutschen Meistertitel. „Das ist umso höher zu bewerten, da Simon im Dezember lange krank war und nicht richtig trainieren konnte. So wussten wir gar nicht, wo er richtig stand“, strahlte Egon Bröcher.

Dass es mit der Qualifikation für die Deutschen Hallenmeisterschaften am letzten Februar-Wochenende in Karlsruhe nicht klappte, nahm Bröcher gelassen: „Das war auch nicht unsere Ziel. Damit haben wir uns überhaupt nicht beschäftigt. Wir konzentrieren uns auf die Deutschen Meisterschaften im Sommer in Wattenscheid.“

Florian Heer kam im Mittelfeld in Ziel. „Es war nicht sein Tag. Er hat früh den Anschluss verloren. Die Lücke konnte er zwar wieder schließen. Aber trotzdem ist dann das Rennen verloren. Nach hinten heraus fehlen dann zu viele Körner“, resümierte Egon Bröcher den Auftritt von Florian Heer.

Der nächste Saison-Höhepunkt der Wendener Herren ist bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Ohrdruf (Thüringen) am 10. März.

Bei den Damen kam Julia Rustemeier bei ihrem Debüt im Trikot der SG Wenden in Leverkusen als Achte über 400 Meter ins Ziel.

„Ihre Vorbereitung lief nicht optimal. Im Januar bekam Julia die Weisheitszähne gezogen. So konnte sich wenig trainieren. Insgesamt bin ich mit ihrem Einstand für uns zufrieden“, sagte Egon Bröcher.

Was die Skifahrer an diesem Wochenende strahlen ließ, war „Gift“ für die Leichtathleten, wenn man nicht in die Halle ausweichen konnte.

So wurden aufgrund des eisigen Wetters die Westfälischen Winterwurfmeisterschaften abgesagt, die am 4. Februar in Kamen stattfinden sollten. „Wenn eine Normerfüllung für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Sindelfingen angestrebt war, so wird noch geprüft, ob die Meldung dennoch aufgrund der Freiluftleistung 2011 angenommen wird“, vermeldet der FLVW auf seiner Homepage.

Michael Meckel

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