Heimische Athleten mit guten Medaillenchancen

Kreis Olpe/Dortmund..  Wenn am Samstag wieder einmal die Helmut-Körnig-Halle in Dortmund ihre Pforten öffnet, werden neben 78 Frauen und 108 Männern vor allem auch 260 U18-Nachwuchsathleten in das Leichtathletik-Zentrum Westfalen strömen. Unter ihnen natürlich auch Talente aus dem Kreis Olpe.

Einig sind sich alle Verantwortlichen: es wird, wie immer im bundesweit wohl stärksten Landesverband, schwer gegen Zentren zu bestehen wie LC Paderborn, LG Olympia Dortmund oder den TV Wattenscheid.

Von der LG Südsauerland schickt Cheftrainer Christian Kramer fünf junge Athleten ins U18-Fegefeuer, schließlich zählen alle Fünf zum jüngeren des Doppeljahrgangs 1998/99. Und doch erhofft sich Kramer für den einen oder anderen seiner Schützlinge einen Platz.im Finale. Gute Chancen räumt der LGS-Boss vor allem Alina Gierse mit der 3-Kilo-Kugel und Julius Knoche über 60 Meter ein. Florian Schulte und Helena Grap müssen sich über 60 Meter Hürden sowohl mit veränderten Höhen wie auch neuen Abständen zurechtfinden. „Es ist ihr vordringliches Ziel, dass die Umstellung funktioniert“, deutet Kramer die Problematik an. Schließlich peilt Michael von Schledorn im Dreisprung eine neue Bestweite an.

Sprint ist die Domäne des SC Olpe

Die Sprintwettbewerbe sind eine Domäne des SC Olpe. Unter 30 Teilnehmerinnen bei den Frauen über 60 Meter erhofft sich Julia Springob einen Top-Ten-Platz, während Johanna Heuel und Tamara Müller im mittleren Drittel landen könnten. Das Frauen-Quartett über 4x200-Meter ist durchaus für einen Platz unter den ersten Sechs gut. 14 Staffeln sind gemeldet.

Trainer „Kalli“ Besting ist mit seinen Prognosen bei der U18 vorsichtig, hofft aber, dass vielleicht auch der eine oder andere Podiumsplatz drin ist. Niklas Butzkamm und Marie Ries sind solche Hoffnungsträger, vor allem aber auch das Prunkstück des SC Olpe, die 4x200-Meter-Staffel. „Wattenscheid können wir nicht gefährden, aber Platz zwei nehmen wir schon ein wenig ins Visier“, so Besting, „zumindest wenn die Wechsel klappen.“ Novum: zum ersten Mal starten die Staffeln als „Startgemeinschaft Olpe-Fretter“. Und in der zweiten Mannschaft stehen gleich drei Mädels des SC Fretter, die dem Jahrgang 2000 angehören. Für Sarah Langemann ist eine Top-Sechs-Platzierung über 400 Meter möglich.

In der Kategorie „Männer“ hat die SG Wenden zwei heiße Eisen im Feuer. Die Meldeliste führen über 800 Meter Florian Herr und über 3000 Meter Ejob Solomun an. Der junge Eritreer wird sich den Angriffen des noch jüngeren Leif Gunkel (früher SC Fretter, jetzt LG Olympia Dortmund) erwehren müssen. Tim-Christopher Tiesbrummel wird über 1500 Meter einen weiteren Versuch auf die DM-Norm starten.

Hammerwerfer Julian Brodkorb (LC Attendorn) geht in seiner Paradedisziplin am Samstag bei den NRW-Winterwurfmeisterschaften in Leverkusen an den Start. Erst im November hat der Achte der letzten U18-DM seine Bestleistung auf 56,41 Meter gesteigert und hat einen Podiumsplatz im Visier.