Handballvereine im Teufelskreis

Der demografische Wandel macht auch vor den heimischen Handballvereinen nicht halt. Die Entwicklung ähnelt einem Teufelskreis.Immer weniger Nachwuchsspieler bedeuten auch immer weniger Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen.

Deshalb will der Handball-Verband Westfalen die Reißleine ziehen und die Bezirke mit ihren Bezirksligen einkassieren. Im Kreis Olpe haben die Vereine schon vor vielen Jahren auf die sich zuspitzende Situation reagiert. Am 10. Mai 2007 wurde offiziell die HSG Lennestadt-Würdinghausen gegründet, eine Spielgemeinschaft der TSG Lennestadt und des SV Würdinghausen. Die Gründung erfolgte laut HSG-Homepage „vor dem Hintergrund der kommenden geburtenschwachen Jahrgänge“.

Viel älter ist die Geschichte der SG Attendorn-Ennest, die am 12. Juni 1992 aus den Handball-Abteilungen des VfB Attendorn und der Sportfreunde Ennest gebildet worden ist. Das Ziel war, „die Spielstärke der einzelnen Mannschaften zu steigern und die Jugendarbeit zu intensivieren.“

Der Zusammenschluss von Vereinen hält an. Aus einer Jugendspielgemeinschaft ist im letzten Jahr die HSG Plettenberg-Werdohl an den Start gegangen.

Ganz neue Wege gehen die Altenaer Handballer. So soll im Jugendbereich ein Verein gegründet werden, in der die Nachwuchsbereiche des VfB Altena und der TS Evingsen gebündelt werden. Die Begründung der Initiatoren: Der demografische Wandel und das Freizeitverhalten der Jugendlichen stellen die Vereine vor immer größere Probleme. Martin Droste