„Großartige Botschafter unserer Gemeinde“

SG Wenden mit Bürgermeister Peter Brüser bei Bützers, stehend von links: Sven Christian Sidenstein, Sven Daub, Niklas Bühner, Nils Schäfer, Trainer Egon Bröcher; vorne v.l. Simon Huckestein und Tim Arne Sidenstein.
SG Wenden mit Bürgermeister Peter Brüser bei Bützers, stehend von links: Sven Christian Sidenstein, Sven Daub, Niklas Bühner, Nils Schäfer, Trainer Egon Bröcher; vorne v.l. Simon Huckestein und Tim Arne Sidenstein.
Foto: WP
Etwas müde wirkten sie schon, die „Europacup-Helden von Guadalajara“! Müde von den Tagen zuvor, als der Adrenalinspiegel aufgebaut wurde.

Wenden..  Müde vom harten Cross auf dem schwierigen Parcours. Müde vom Abfeiern nach dem großartigen Mannschaftsergebnis, Platz 13. Und schließlich müde nach dem Rückflug und dem sofortigen Transfer von Düsseldorf zum Gasthof „Bützers“ Schönau.

Da saßen sie nun in trauter Runde mit Freunden, Vereinskollegen und natürlich mit Bürgermeister Peter Brüser, der die Vereinskasse schonen wollte: „Ich komme gerade von einer IHK-Veranstaltung und musste dort schon essen.“ Um dann zur Sache zu kommen: „Das ist schon ein riesiger Erfolg, auf den ihr und euer Betreuerteam stolz sein könnt. Ich wäre gerne dabei gewesen, aber es ließ sich nicht realisieren.“

Etwas Wehmut klang schon in seinen Worten mit: „Ich bin sicher das letzte Mal bei einer solchen Veranstaltung. Aber ich gewöhne mich daran, dass es jetzt viele letzte Male gibt.“ Womit er auf das Ende seiner Amtszeit anspielte und sein „sauerländisches Flachgeschenk mit den Worten überreichte: „Ihr seid ein großartiger Botschafter unserer Gemeinde. Weiter so.“

Für Abteilungsleiter Kunibert Rademacher war es „ein tolles Wochenende“. Und er hob die großartige Moral hervor: „Wir haben das Optimum erreicht, ohne Meckern und Beanstandung. Sportlich war es super trotz zweier Ausfälle. Dafür haben sich andere ins Zeug gelegt und gezeigt, was sie drauf haben.“

Dank an die mitgereisten Fans

„Ich danke allen, die uns das Erlebnis ermöglicht haben: dem Verein, den Sponsoren und vor allem unserem Trainer Egon Bröcher sowie Kunibert Rademacher“, sprach Sven Daub aus dem Herzen aller. Und er ließ noch einmal die Monate seit der erfolgreichen Qualifikation im März vergangenen Jahres Revue passieren. Seine Worte des Dankes gingen aber auch an die zahlreichen mitgereisten Fans: „Ihr habt uns sehr geholfen. Das hat uns Kraft und Mut auf der Strecke gegeben.“

Einen ganz anderen Gedanken warf noch Walter Sidenstein, Vater zweier „laufender Söhne“ ein: „Ich kenne den Verein schon sehr lange und freue mich, dass meine Söhne meiner Empfehlung, nach Wenden zu gehen, gefolgt sind. Diesem Verein kann man seinen Nachwuchs anvertrauen. Hier macht der Sport Spaß, es ist eine tolle Gemeinschaft.“ Und er bedankte sich vor allem bei den Ehefrauen der „Macher“ Kunibert Rademacher und Egon Bröcher, die mit ihrem Engagement die Leichtathletik fördern.

Magengrummeln

Zwei große Hoffnungsträger mussten in Spanien passen und blickten nun doch etwas traurig in die Runde. Niklas Bühner quittierte das Rennen nach rund drei Kilometer: „Da ging nichts mehr. Ich hatte schon im Vorfeld Probleme mit der Achillessehne. Das muss ich jetzt erst einmal auskurieren, um nicht die Sommersaison aufs Spiel zu setzen.“ Und Tim Arne Sidenstein war noch immer etwas geknickt: „Auf einmal war die Schwäche da, es grummelte im Magen. Nichts ging mehr.“

Ganz anders die Gemütslage bei Simon Huckestein, dem schnellsten SG-Athleten in Spanien: „Ich kann mir diese Leistung gar nicht richtig erklären. Ich hatte einfach nur einen Sahnetag erwischt.“ Allerdings hatte er schon auf dieses Highlight hintrainiert, um so ganz nebenbei die DM-Norm für die 1500 Meter mitzunehmen.

Sven Christian Sidenstein: „Klar, man merkt schon wenn man an seinen Vereinskollegen Niklas und Tim vorbeigeht, aber irgendwie in der Gruppe laufen ging nicht.“ „Letztlich läuft jeder sein eigenes Rennen“, machte Sven Daub klar. Nils Schäfer bringt vor allem „viel Erfahrung und einen Motivationsschub mit nach Hause. Gerade die Routiniers stellten abschließend fest: „Es ging ausgesprochen fair zu. Keine Rempeleien, keine Ellenbogenmentalität, es war wohltuend.“