Gleich zweimal: Die Kölschen im Wendschen

Claus Schmidt (SV Rothemühle, links) und Oliver Hetzel (SV Ottfingen).
Claus Schmidt (SV Rothemühle, links) und Oliver Hetzel (SV Ottfingen).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Sommer wird kölsch. Zumindest beim SV Ottfingen und beim SV Rothemühle. Denn beide Vereine haben in den großen Ferien jeweils ein Fußballcamp aus der Domstadt zu Gast.

Ottfingen/Rothemühle..  Ottfingen und Rothemühle sind nicht nur Nachbarn, sondern auch zwei Fußballvereine, die nun schon im 23. Jahr eine gemeinsame Jugendarbeit betreiben.

Und weil sich die Klubs gut verstehen, haben sie darauf geachtet, dass sie sich mit den Fußballcamps terminlich nicht ins Gehege kommen. Der SV Rothemühle organisiert seines zu Anfang der Ferien, der SV Ottfingen am Ende.

Auch war es für SVR und SVO kein Problem, die beiden Angebote auf einer Pressekonferenz im Rothemühler Klubhaus gemeinsam vorzustellen. „Wir wollen zusammenarbeiten, nicht gegeneinander,“ brachte es Oliver Hetzel vom SV Ottfingen auf den Punkt.

In Rothemühle hat man bereits Erfahrungen mit der „1. FC Köln Fußballschule Heinz Flohe“. Die war im vergangenen Sommer zu Gast am Rothenborn, und das mit durchschlagendem Erfolg. Nach nur fünf Tagen meldete der Vorstand: Ausverkauft.

Am Ende waren es 78 Kinder, zwölf standen noch auf einer Warteliste. Das war auch für die Kölner ein Rekord, so etwas hatten sie noch nicht. Und das, obwohl sie die ganzen Sommer- und Herbstferien über Camps veranstalten. Claus Schmidt, 2. Jugendobmann beim SVR, ergänzt: „Auch eine solch hohe Beteiligung der Eltern hatten sie noch nicht erlebt.“ Kinder abliefern und heimfahren - nicht beim SV Rothemühle. Im Gegenteil: Dort haben die Mütter bei der Essensausgabe mitgeholfen.

Bewährtes Muster

Vom 3. bis 5. Juli 2015 soll das Camp in Rothemühle nach dem bewährten Muster von 2014 ablaufen. Fünf Trainingseinheiten zwischen Freitag Nachmittag und Sonntag Nachmittag sind angesetzt, dazwischen bleiben die Kinder am Rothenborn und bekommen zu Essen. Das hat übrigens der „Berghof“ gesponsert, so wie unter anderem die Sparkasse das Camp insgesamt unterstützt.

Aber nicht nur für die Kleinsten, sondern auch für ältere Fußball-Kenner dürfte das Wochenende interessant werden, denn Stand jetzt ist ein Kölner Doublegewinner von 1978 mit dabei: Herbert Zimmermann, neben Gerd Strack Innenverteidiger der glorreichen Mannschaft von Hennes Weisweiler.

Zeitsprung. Ortswechsel. 5. bis 7. August: Dann hat der SV Ottfingen „Lottes Kicker“ am Sportplatz Siepen zu Gast. Hinter dem Namen verbirgt sich die Fußballschule des ehemaligen Profis Dirk Lottner. Der hat unter anderem bei Fortuna Köln, beim MSV Duisburg und bei Bayer Leverkusen gespielt. Seine längste Zeit verbrachte er beim 1. FC Köln, dort absolvierte er insgesamt 161 Bundesliga- und Zweitligaspiele von 1999 bis 2004. Lottner hat schon Trainererfahrung im Jugendbereich und zuletzt beim Drittligisten Hansa Rostock gesammelt.

Initiator und Organisator dieses Camp ist beim SV Ottfingen - wie sollte es anders ein - Oliver Hetzel, ein „bekennender FC-Fan“, wie er von sich selbst sagt.

Er kontaktierte Dirk Lottner, der rief zurück. Und dann war der Termin klar. „Wir gehen ganz unbekümmert da ‘ran,“ sagt Hetzel. Warum auch nicht? Das letzte Fußballcamp in Ottfingen, damals noch mit Bernd Hobsch, war sehr erfolgreich.

Nach Ottfingen wird Dirk Lottner pro 10 Teilnehmer einen Trainer mitbringen. Oliver Hetzel: „Er hat ein schlagkräftiges Trainerteam.“ Nicht nur das. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass auch ein „Promi“ mitkommt. Thomas Kessler war schon beim Torwarttraining dabei, auch Lukas Sinkiewicz hat schon bei den Fußballcamps mitgewirkt.

Der SV Ottfingen will die Veranstaltung in Eigenregie hinkriegen, unterstützt vom gesamten Jugendvorstand. Er ist aber jedem Helfer darüber hinaus dankbar. Hetzel: „Wir suchen noch Unterstützung von den Schülern und Studenten aus beiden Seniorenmannschaften.“