Gewonnen, was es zu gewinnen gibt

Die letzten Wochen wird Constantin Pantel so schnell nicht vergessen. Zum Titel „Sportler des Jahres“ wird das, was er vollbracht hat, wohl nicht reichen. Doch große Taten geschehen oft jenseits des grellen Lichts. Daher sollte darauf hingewiesen werden, was der 27-Jährige so alles in die vergangenen 42 Tage hineingepackt hat.

Am 9. Mai gewann Pantel die 5000 Meter beim Citylauf in Attendorn unter 68 Teilnehmern.

Elf Tage später stieg er mit dem FSV Helden in die Fußball-Kreisliga A auf. Zu diesem Erfolg steuerte Pantel 29 Saisontore bei, nur zwei Spieler der Kreisliga B trafen öfter.

Und am Samstag legte er mit dem 1. Platz beim Viertelmarathon in Attendorn noch mal einen nach.

Dieser Triumphzug ist um so imponierender, da Pantel zuletzt offenbar nicht streng asketisch gelebt hat. Zumindest, wenn man seine Worte so auslegt. „Vier Wochen lang“ habe man den Aufstieg mit dem FSV Helden gefeiert, bemerkte er lachend. Übertreibung inklusive.

Auf den letzten Kilometern des Bigge-Marathons sei es dann doch bitter geworden, gestand er. Da habe er kämpfen müssen. Auch Helden werden mal müde.

Doch jetzt steht erstmal Malle mit der Mannschaft an. Wir unterstellen, dass Pantel dort bei ausgewogener Ernährung und Meditation körperlich und mental regeneriert. Um dann in zwei Wochen - umfassend erquickt - in die
Saison-Vorbereitung mit seinem FSV einzusteigen. Lothar Linke