Kreis Olpe
Gante rückt wieder in die "zweite Reihe"
03.09.2008 | 21:56 Uhr 2008-09-03T21:56:44+0200Attendorn. (dro) Der Attendorner Wilhelm Gante war 18 Jahre lang Regionalliga-Schiedsrichter des Westdeutschen Handball-Verbandes (WHV), davon die letzten neun Jahre zusätzlich noch im B-Kader Schiedsrichter des Deutschen Handball-Bundes. ...
... Dieses erfolgreiche Kapitel ist beendet. Ab der neuen Saison pfeift der Hansestädter "nur" noch Spiele bis zur Oberliga, der höchsten Spielklasse in Westfalen. Damit sind Willi Gante und sein neuer Schiri-Partner Thomas Lormann von der HSG Hohenlimburg aber immer noch das ranghöchste Gespann der Region.
Mit Ablauf der Spielsaison 2007/2008 beendete im Mai das langjährige und erfolgreiche Gespann Wilhelm Gante und Bernd Steinebach seine aktive Schiedsrichtertätigkeit im Deutschen Handball-Bund (DHB) und im Westdeutschen Handball-Verband (WHV).
"Dies ist nach so vielen Jahren der Zugehörigkeit zur absoluten Schiedsrichterspitze in Deutschland sicherlich kein leichter Schritt. Zurück bleiben viele positive Erinnerungen, die die weniger schönen Augenblicke, die nun mal auch im Handball vorkommen können, in den Hintergrund drängen", weiß Wilhelm Gante zu berichten.
Bernd Steinebach hat frühzeitig bekannt gegeben, als aktiver Schiedsrichter aufzuhören. Der Siegener will sich als Schiedsrichterbeobachter und verstärkt beim Schiedsrichternachwuchs engagieren. Wilhelm Gante macht aber weiter und setzt seine Karriere zusammen mit Thomas Lormann in unteren Klassen fort. Denn hier gibt es keine Altersbeschränkung. Der für die HSG Hohenlimburg pfeifende Lormann hat bislang Spiele bis zur Verbandsliga geleitet.
Ein höherklassiges Nachfolge-Gespann gibt es nicht, was "Willi" Gante bedauert: "Leider gibt es aus unserer Region kein Schiedsrichtergespann, das uns in der Regionalliga bzw. 2. Bundesliga ersetzen wird."
Zu den Höhepunkten als Handball-Schiedsrichter gehört für Wilhelm Gante die Teilnahme an "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin, wo die Schulmeister der 16 Bundesländer die Endrunde spielten. "Wir hatten das Top-Finale zwischen Rostock und Leipzig zu leiten", erinnert sich der Attendorner.
"Ein bewegender Moment für alle Beteiligten", so Gante, "war auch das Spielen der Nationalhymnen durch die Knappenkapelle Meggen" vor dem Jugend-Länderspiel in Meggen zwischen Deutschland und Dänemark.
Auch die Leitung eines Regionalligaspiel in der Kölnarena (Endspielort des Handball-WM-Finales von 2007), unmittelbar nach einem Bundesligaspiel des VfL Gummersbach im April", wird "Willi" Gante nicht so schnell vergessen. "Das war schon etwas Außergewöhnliches zum Abschluss unserer Karriere."
Das letzte Spiel leiteten Gante/Steinebach beim Playoff-Finale um den Aufstieg in die 1. Frauenbundesliga zwischen Borussia Dortmund und Allensbach (Bodensee). Wilhelm Gante: "Vor einer stimmungsgewaltigen Kulisse von über 2300 Zuschauern in der restlos ausverkauften Sporthalle Dortmund-Wellinghofen - anwesend war auch die gesamte Führungsriege des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund- setzte sich Borussia Dortmund mit begeisterndem Handballsport durch.
Fangesänge wie im Fanblock des ehemaligen Westfalenstadions und anschließend die Sektduschen der Spielerinnen machten die Sporthalle zu einem Tollhaus und ließen bei uns Gänsehautstimmung aufkommen."
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