Fußballkreis Olpe hat fünf Eisen im Feuer

Abklatschen nach dem Achtungserfolg in Neheim-Hüsten: Der FC Altenhof beendete im vergangenen Jahr den RWE-Wintercup auf Platz zehn.
Abklatschen nach dem Achtungserfolg in Neheim-Hüsten: Der FC Altenhof beendete im vergangenen Jahr den RWE-Wintercup auf Platz zehn.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Schock? Ich weiß nicht, ob man das als Schock bezeichnen kann,“ antwortete Arthur Jürgens, Sprecher des FC Kirchhundem, auf die Frage, wie sich der erste Nicht-Gewinn des Kirchhundemer Gemeindepokals anfühle. Nach zuvor zehn Siegen in Folge.

Kreis Olpe..  Zumindest haben die Kirchhundemer Bezirksliga-Fußballer schon am Wochenende wieder die Gelegenheit, das Ganze geradezurücken. Denn: Es ist RWE-Wintercup.

Bereits am ersten Wochenende des neuen Jahres geht es in Sachen Hallenfußball richtig rund. Denn am 3. und 4. Januar steht die 26. Auflage dieses Spektakels auf dem Programm. Mit 180 Vereinen ist der RWE-Wintercup das größte Hallenfußball-Turnier von NRW. Insgesamt sind Preisgelder in Höhe von 30 000 Euro ausgelobt worden.

Die vier Erstplatzierten erreichen die Regionalrunde am Sonntag, den 18. Januar. Die Finalrunde (Vorweg-Cup) geht am Samstag, den 31. Januar, in der Sporthalle „Große Wiese“ in Hüsten über die Bühne.

Fünf Vereine aus dem Kreis Olpe haben sich in diesem Jahr angemeldet. Und alle fünf Teams sind am ersten Januar-Wochenende 2015 im Einsatz. Vier Mannschaften - SV 04 Attendorn, FC Kirchhundem, FC Altenhof und SG Finnentrop/Bamenohl - spielen in Kreuztal. Der SV Maumke fährt zum Vorrunden-Turnier nach Bestwig.

Zwei Landesligisten am Start

Los geht es am Samstag, den 3. Januar um 13 Uhr in Kreuztal. Dann sind zwei Landesligisten des Kreises Olpe im Einsatz: Der SV 04 Attendorn, gerade wieder frisch gekürter Stadtpokalsieger 2014, und die SG Finnentrop/Bamenohl.

Die beiden haben es in der Neuner-Gruppe ausnahmslos mit tieferklassigen Gegnern zu tun, von denen der Bezirksligist SG Hickengrund noch der am höchsten angesiedelte ist.

Gibt’s wieder die zwei „großen A“?

Zwei Bezirksligisten aus dem Kreis Olpe greifen dann an gleicher Stelle am Sonntag, den 4. Januar ab 11 Uhr ins Geschehen ein. Darunter der FC Altenhof, der am letzten Wochenende zwei Hallentitel abgeräumt hatte. Und eben der FC Kirchhundem. Die beiden treffen in ihrer Gruppe mit den Sportfreunden Siegen II einen Landesligisten, darüber hinaus stammen die Gegner aus den Kreisligen A (TuS Alchen), B (SpVgg Kredenbach/Müsen, SF Eichen-Krombach) und C (Red Sox Allenbach). Mit SSV Sohlbach/Buchen und FC Ernsdorf sind auch zwei D-Kreisligisten vertreten.

„Wir wollen versuchen, uns dort gut zu verkaufen,“ sagt Jürgens. Fehlen wird den Kirchhundemern Torwart Alexander Mester. Er hatte beim Gemeindepokal die Rote Karte wegen einer Notbremse gesehen. So wird Giuseppe Scalabrino in Kreuztal im Kirchhundemer Tor stehen. Jürgens: „Die beiden Torwarte haben sich beim Gemeindepokal ja schon abgewechselt.“

Gibt es auch in diesem Jahr den Auftritt der zwei „großen A“? Zur Erklärung: 2014 erreichten der FC Altenhof und der SV 04 Attendorn den Supercup in Hüsten. Die Endrunde. Dort landeten die Altenhofer auf dem zehnten Platz, die Attendorner gar auf Platz vier. Eine großartige Leistung - unter 180 gestarteten Mannschaften wohlgemerkt!

SV Maumke muss weit reisen

Die weiteste Anreise zu seiner RWE-Cup-Vorrunde hat der B-Kreisligist SV Maumke: Nach Bestwig sind es etwa 60 Kilometer. „Die Kleinsten erwischt es,“ sagt Peter Krahn, 1. Vorsitzender des SV Maumke scherzhaft, freut sich aber natürlich auf das Turnier und kündigt an, dass Trainer Stephan Suerbier „mit der besten Mannschaft“ antritt. Man sei „nicht chancenlos“, meint Krahn hoffnungsvoll. Das habe nicht nur der Gemeindepokal Kirchhundem am Wochenende gezeigt, sondern auch das vergangene Hallen-Jahr des SV Maumke.

Beim RWE-Wintercup vor Jahresfrist erreichten die Maumker die Regionalrunde, traten dort aber, wie Krahn sich erinnerte, „nur mit einer B-Mannschaft“ an. Grund: Gleichzeitig war das Lennestadt-Pokalturnier in Meggen, und dort spielte die erste Garnitur.

Eine Taktik, die sich ja bekanntlich als Volltreffer erweisen sollte: Maumke gewann sensationell den Stadtpokal.