Für Griffel zählt dieser Sieg doppelt

Ottmar Griffel und Torschütze Jannik Buchen freuen sich im Dauerregen nach dem Spiel über den 1:0-Sieg gegen den SV Hohenlimburg.
Ottmar Griffel und Torschütze Jannik Buchen freuen sich im Dauerregen nach dem Spiel über den 1:0-Sieg gegen den SV Hohenlimburg.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bei der SpVg Olpe sind die Wochen der Unsicherheit nach den beiden Niederlagen gegen den FSV Werdohl und in Dröschede vorbei.

Olpe..  Nach dem 1:0-Sieg der Olper im Spitzenspiel gegen den SV Hohenlimburg sind die Vorzeichen im Titelkampf der Fußball-Landesliga wieder klar verteilt. Olpe, der Vizemeister der vergangenen Saison, führt die Tabelle wieder mit sattem Vorsprung an. Neun Zähler sind es auf Finnentrop/Bamenohl zehn auf Hünsborn, elf auf Meschede und 13 auf den Gegner von Sonntag, den SV Hohenlimburg.

„Sicher sind mir ein paar Wackersteine vom Herzen gefallen. Vor dem Spiel wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen und jetzt haben wir sogar gewonnen. Einen so starken direkten Konkurrenten, der vorher acht Spiele ungeschlagen blieb, zu schlagen, ist einfach eine tolle Sache. Das zählt doppelt“, freute sich Olpes Trainer Ottmar Griffel auch am Montag noch über den Sieg.

Dass einmal schwierige Wochen kommen könnten, sei ihm schon vor Monaten bewusst gewesen. Griffel: „Ich habe immer gewarnt. Man darf das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Leider ist es genauso gekommen.“

Gegen Hohenlimburg habe seine Elf aber wieder ihr altes Gesicht gezeigt. Sie habe die Gäste mit ureigensten Fußball-Tugenden, wie Kampf und Einsatz, geschlagen. „Sicher kam uns das frühe 1:0 nach sechs Minuten entgegen. Damit haben wir sie schon etwas überrumpelt“, so Ottmar Griffel.

Umstellungen greifen

Auch die kurzfristigen Umstellungen vor der Partie durch Oliver Zieglers Ausfall kurz vor dem Anpfiff hätten keine negativen Auswirkungen gehabt. Im Gegenteil.

Griffel: „Das mit Amir Tahiri hat hinten toll funktioniert. Beide Außenverteidiger haben nichts anbrennen lassen.“

Auch das Comeback von Thomas Rath habe seiner Mannschaft sehr gut getan. „Thomas ist ein Winner-Typ, der unheimlich viele Impulse setzen und eine Mannschaft mitreißen kann“, lobt Ottmar Griffel den offensiven Mittelfeldspieler, der wochenlang wegen einer hartnäckigen Verletzung fehlte und im Olper Spiel schmerzlich vermisst wurde. Eigentlich wolle er aber keinen Spieler besonders hervor heben, denn, so Ottnar Griffel: „Es war eine Top-Mannschaftsleistung. Das hat mir sehr gut gefallen.“

Motivation durch Gäste-Trainer

Zusätzliche Motivation habe auch die Äußerungen seines Hohenlimburger Kollegen Roman Reichel in der Hohenlimburger Presse im Vorfeld des Spiels gebracht. Olpe sei für ihn zwar weiter der große Favorit, der sich auch wieder fangen werde. Aber so Reichel weiter: „Im Prinzip lebt Olpe von zwei bis drei Leuten...“

Gemeint waren David Ohm, Philipp Bredebach und Sascha Rokitte. Griffel: „Ich war über diese Infos schon überrascht. Das Zitat habe ich vor dem Spiel der Mannschaft gezeigt und sie damit heiß gemacht. Ist doch klar, dass jeder zeigen wollte, was er kann und dass dem nicht so ist.“

Jetzt gelte es, in den kommenden Wochen konzentriert weiter zu arbeiten. Ostermontag geht es zum SV Hüsten. Griffel warnt davor, den Vorletzten zu unterschätzen. „Denen steht das Wasser bis zum Hals. Das wird sehr schwer, denn Hüsten muss punkten und wird vor uns nicht in Ehrfurcht erstarren. Jedes Spiel ist schwer. Das sage ich, auch wenn es fünf Euro fürs Phrasenschwein kostet.“