FSV Gerlingen geht die Saison entspannt an

Klaus Rademacher, Sportlicher Leiter (links) und Trainer Paul-Heinz Brüser (rechts) mit den Neuzugängen; hinten v.l. Chris Hardenack, Joel Stamm, Gordon Horlacher, Sven Neuser; vorn Philipp Quast, Marius Grebe und Robin Klein. Es fehlen auf dem Foto Louis Niederschlag und Lukas Rademacher.
Klaus Rademacher, Sportlicher Leiter (links) und Trainer Paul-Heinz Brüser (rechts) mit den Neuzugängen; hinten v.l. Chris Hardenack, Joel Stamm, Gordon Horlacher, Sven Neuser; vorn Philipp Quast, Marius Grebe und Robin Klein. Es fehlen auf dem Foto Louis Niederschlag und Lukas Rademacher.
Foto: WP
Wer zurzeit durch das (schützen-)festlich geschmückte Gerlingen fährt, denkt zunächst nicht an Fußball. Anders, wenn es den Bieberg hinaufgeht. Dort startete der Fußball-Bezirksligist FSV Gerlingen in die Saisonvorbereitung.

Gerlingen..  Die spannende Frage: Strahlt die starke zweite Saisonhälfte in die neue Spielzeit hinein? In der abgelaufenen Saison avancierte der FSV zur besten Rückrundenmannschaft. Eine tolle Leistung, aber auch eine, an der die Mannschaft gemessen werden könnte.

Torjäger mit Referenzen

Dennoch will Trainer Paul-Heinz Brüser keinen unnötigen Druck aufbauen und verweist auf die Veränderungen in der Mannschaft: „Uns haben wichtige Spieler verlassen,“ nennt er die Namen Kofler und Nico Clemens. Hinzu kommt, dass Andre Zeppenfeld eine Gipsschiene trägt und Hendrik Boßert auf beruflicher Fortbildung ist.

Daher müsse man über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen, um das Ziel, „diesmal auch mal eine erfolgreiche Hinrunde“ hinzulegen, zu erreichen, so der Coach.

Zu den Spielern, die den FSV Gerlingen verließen, gehörte - allerdings schon vor Saisonende - Denis Zeppenfeld, der überaus erfolgreiche Torjäger. In der Offensive sollen es künftig Spieler richten, die ihre Torgefährlichkeit in der abgelaufenen Saison schon unter Beweis gestellt haben: Joel Stamm, zwölfmaliger Torschütze des Bezirksligisten SC Drolshagen. Und Chris Hardenack vom Nachbarn SV Dahl/Friedrichsthal, der auf 31 Saisontore gekommen ist. „Es wird sich zeigen, wie er sich zwei Klassen höher schlägt,“ so Paul-Heinz Brüser.

Konkurrenz im 22-Mann-Kader

Hinzu kommt Lukas Rademacher, der zuletzt in der A-Jugend von Rot-Weiß Hünsborn gespielt hat und nun zum Bieberg zurückkommt. „Er hat Rademacher-Blut in sich,“ so umschrieb Brüser in Anspielung auf die ehemaligen, gleichnamigen Torjäger des FSV Gerlingen die Qualitäten des Rückkehrers.

Erfahrung bringt Gordon Horlacher mit, der zuletzt beim Landesligisten Sportfreunde Siegen II gespielt hat. „Er ist auf der Sechs oder in der Innenverteidigung einsetzbar,“ erklärte Paul-Heinz Brüser. Insgesamt verfügt der Trainer über einen 22-Mann-Kader. Brüser: „Somit ist Konkurrenzkampf da.“

Aus dem Jugendbereich nehmen Marius Grebe, Louis Niederschlag und Philipp Quast die Herausforderung Bezirksliga an. Brüser: „Sie sollen den Etablierten Dampf machen.“ Damit setzt der FSV Gerlingen die Marschroute fort, junge, eigene Leute einzubauen.

Der kommenden Saison sieht Paul-Heinz Brüser realistisch entgegen. „Es wird wieder eine sehr ausgeglichene Liga,“ prognostiziert der Trainer vom Bieberg, „es wird ganz, ganz schwer.“ Aus dem 16er-Feld sieht er Fortuna Freudenberg, Germania Salchendorf, den Kiersper SC und natürlich den Relegation-Teilnehmer SV Ottfingen im Favoritenkreis. Brüser: „Wenn wir den Platz vom Vorjahr erreichen, dann bin ich zufrieden.“ Da war der FSV Vierter und damit Bester hinter dem Trio, das bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg gerungen hat.

Auch der 1. Vorsitzende Jürgen Pechmann sieht die Elf nicht unter Druck. „Wir gehen das tiefenentspannt an,“ sagte er und nennt als Ziel: „Möglichst lange in Schlagdistanz nach oben bleiben und einen Platz im oberen Drittel.“

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