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FSV Gerlingen baut kräftig an seiner Zukunft

18.02.2010 | 20:43 Uhr

Gerlingen. Mit diesem „Arbeitsnachweis” in der Tasche braucht die sportliche Führung des FSV Gerlingen keinen Vergleich zu scheuen. Nicht weniger als sieben Neuzugänge für die kommende Saison kann der Fußball-Bezirksligist bereits als perfekt vermelden.

Obwohl der künftige Gerlinger Trainer Jörg Rokitte ja noch mit Kaan-Marienborn eine Rückrunde lang um den Westfalenliga-Aufstieg ringt, kniete er sich im Winter gemeinsam mit Gerlingens sportlichem Leiter Klaus Rademacher schon mit Volleifer in die Planungen für die nächste Spielzeit.

Intensive Planungsarbeit

„Jörg und ich telefonieren ein- zweimal die Woche,” berichtet Rademacher, „er macht sich schon intensiv Gedanken um unsere Truppe.”

Damit widerlege Rokitte auch, wie Klaus Rademacher bekräftigte, „kritische Stimmen, die im Zusammenhang mit seinem Engagement in Kaan laut geworden waren.” Im Gegenteil. Rademacher: „Er macht das vorzüglich, indem er uns weiterhilft und auf dem Laufenden hält.”

Bis auf Hundt und Tolzin bleibt der Kader

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Der aktuelle Kader bleibt zusammen. „Das war auch ein hartes Stück Arbeit,” verriet Rademacher, „gerade unsere jungen Böcke werden ja doch von anderen Vereinen umworben.”

Nicht bleiben werden Torwart Andreas („Rex”) Hundt, der kürzer treten will, und Marco Tolzin. Der folgt seinem Bruder Marcel zum SV Rothemühle. „Er kommt gerade aus der Jugend, ich hatte ihm dazu geraten, noch ein, zwei Jahre bei uns zu spielen,” gibt Rademacher zu, „wir hätten ihn gern behalten. Aber er hat das Zeug, höher zu spielen, er will es mal versuchen - und schließlich ist er Rothemühler Junge. Wir wünschen ihm, dass er das schafft.”

Alle sieben Neue sind jung

Was alle sieben Neuzugänge gemeinsam haben: Sie sind jung und entwicklungsfähig. Das sei auch der Wunsch von Jörg Rokitte gewesen: Mit jungen Leuten etwas aufzubauen.

Wie mit dem 21-jährigen Daniel Kreutz, linker Mittelfeldspieler vom Bezirksliga-Konkurrenten TuS Wilnsdorf. „An ihm waren auch andere Vereine interessiert,” weiß Rademacher, „aber uns hat er die Zusage gegeben und kann uns bestimmt weiterbringen.” Selbiges traut Rademacher auch Patrick Michels (20) von der SpVg Olpe II zu. Rademacher: „Er kann uns helfen auf einer Position, auf der wir immer Problemchen hatten: Im offensiven Mittelfeld.”

Lücken schließen

Eine Lücke schließen, nämlich die, die Marco Tolzin hinterlässt, könnte auch Benedikt Rademacher (19). Der entstammt der Wendener/Gerlinger Jugend, hat aber schon Einsätze in der VSV-Ersten unter Uwe Neuser vorzuweisen.

Direkt aus der eigenen Jugend, die Gerlingen und Wenden gemeinsam betreiben, kommen Marius Tautz und Michael Wacker. Beide sind Gerlinger Jungs. Das gilt auch für Leonhard Schönhofer und Nicolas Clemens. Die allerdings bestritten ihre A-Jugendzeit bei der SpVg Olpe und kommen zurück zum Bieberg.

Tim Weber wieder auf dem Weg zu alter Form

Sieben kommen, zwei gehen. Dazu erreicht der Top-Stürmer Tim Weber nach zehn Monaten Verletzungs-Leidenzeit wieder seine alte Form. Rademacher schätzt: „Er ist bei 95 Prozent.”

Außerdem suchen die Gerlinger noch einen Torjäger und einen Ersatz-Keeper. Ist das alles abgeschlossen, verfügt der FSV über einen quantitativ großen, aber auch qualitativ beachtlichen Kader: Mit vielen Jungen, die geführt werden von gestandenen Akteuren wie Stefan Eich, Ralf Rademacher, Lars Gummersbach oder Christian Müller, alle um die Dreißig.

Landesliga ist das Ziel

Dann kann es doch nur ein Ziel geben: Landesliga. Klaus Rademacher möchte nichts überstürzt sehen und nimmt den Druck heraus: „Zwei, drei Jahre wollen wir kontinuierlich mit Jörg Rokitte zusammenarbeiten und dann an dem Punkt ankommen, an dem wir sagen: Jetzt setzen wir noch einen drauf und steigen auf.”

Lothar Linke

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