Finnentrop/Bamenohl tanzt im Rothemühler Dauerregen
11.09.2011 | 20:56 Uhr 2011-09-11T20:56:19+0200Rothemühle.Ausgelassene Freude hier. Niedergeschlagenheit dort. Das waren die Szenen, nach dem Fußball-Landesliga-Derby zwischen Schlusslicht SV Rothemühle und der SG Finnentrop/Bamenohl, das der Aufsteiger am Rothenborn mit 1:0 gewann.
Während Finnentrop/Bamenohls Trainer Matthias Kremer nach dem Spiel mit seinen Spielern Freudentänze im Dauerregen veranstaltete, zog sich sein Kollege Maik Wolf ob der Enttäuschung nach der vierten Niederlage in Folge erstmal ganz allein hinter die Bande zurück.
Dann rang sich Wolf zu einem ersten Resümee durch: „Was soll ich dazu zu sagen? Mir fehlen im Moment ein wenig die Worte. Man muss Tore schießen, um gewinnen zu können. Wenn man das nicht macht, dann steht man am Ende mit leeren Händen da.“
Dagegen strahlte Matthias Kremer: „Einen Moment. Ich muss erst versuchen, durch die ganzen Zuschauermassen zu kommen,“ lachte er. Ein Seitenhieb. Die Rothemühler hatten eine von Finnentrop/Bamenohl gewünschte Vorverlegung abgelehnt. Begründung: Dies koste Zuschauer. Kremer: „Ich bin stolz, heilfroh und überglücklich, dass wir hier gewonnen haben.“ Der Sieg sei knapp, aber verdient gewesen, sagte Kremer. Nur eines hatte er zu bemängeln: „Wir hätten das 2:0 machen müssen, um mehr Ruhe in unser Spiel zu bekommen.“
Dabei fing das Spiel unglücklich an für die Gäste. Schon in der ersten Minute verdrehte sich Tobias Dehmel das Knie und musste mit Verdacht auf eine Innenbandverletzung vom Platz. Doch davon ließ sich die SG nicht schocken. Im Gegenteil. Schon in der 13. Minute fiel das „Goldene Tor“.
Hierbei zeigte sich die ganze Klasse der Schrage-Brüder, Mike und Tim. Zunächst setzte sich Mike Schrage am linken Flügel glänzend durch. Karimu unterlief seine Flanke, Tim Schrage nahm sie super an, tanzte zwei Gegenspieler aus und knallte den Ball in die Maschen. Kremer schwärmte: „Überragend heraus gespielt.“
Pech hatte Rothemühle in der 45. Minute, als SG-Torwart Marcel Grajewski einen Volleyschuss von Morillo-Rigau glänzend abwehrte.
Ansonsten waren die Gastgeber viel zu harmlos. In der zweiten Halbzeit drückten sie zwar, waren am Strafraum aber meist mit dem Latein am Ende. Die größte Ausgleichschance hatte die Wolf -Elf in der 88. Minute. Da ließ Grajewski einen harmlosen Freistoß aus den Händen gleiten, niemand nahm das Geschenk an. „Da hatten alle schon wieder abgeschaltet“, winkte Maik Wolf enttäuscht ab.
Auf der Gegenseite musste Hennes in der 84. und 85. Minute das 0:2 machen. So blieb es beim 1:0 für Finnentrop/Bamenohl und bei der vierten Rothemühler Niederlage im vierten Spiel.
Wolf legte den Finger in die offene Wunde: „Nach vorne fehlt uns ganz klar die Durchschlagskraft. Man sieht es ja an der Bilanz: Vier Spiele und nur ein Tor.“ Vom Einsatz her könne er seiner Mannschaft nichts vorwerfen. Jetzt geht es zum Aufsteiger Erndtebrück II. Wolf: „Wir haben nur noch schwere Spiele. Jetzt werden wir lange, lange Zeit brauchen, um unten raus zu kommen.“
14:19
So einen Wind wegen nichts, wegen überhaupt nichts! 80 zuschauer, das muß man sich mal vorstellen!? Und davon waren 2/3 aus Bamenohl, erbärmlich erbärmlich!
22:11
extra keine spielverlegung, wegen den vielen rothemühlern zuschauern, wegen kirche, bei mutti essen, und dann waren die finnentroper/bamenohler trotz schützenfest in der überzahl. ihr seid einfach nur ein fleischwurstverein.