Finalisten erzielten zusammen 230 Liga-Treffer
31.05.2011 | 16:54 Uhr 2011-05-31T16:54:00+0200Lennestadt. Am Ende einer langen und spannenden Fußball-Saison gibt es am Mittwoch noch einmal ein richtiges Fußballfest.
Um 19.30 Uhr stehen sich „Auf’m Ohl“ in Lennestadt Fußball-Bezirksligist FC Lennestadt und der frischgebackene Landesligist SG Finnentrop/Bamenohl gegenüber. Der ist auch Titelverteidiger.
„Eine bessere Paarung für dieses Endspiel gibt es nicht. Hier treffen die beiden offensivstärksten Mannschaften aufeinander“, fiebert FCL-Trainer Spiry Vormweg dem Endspiel entgegen. Wohl wahr: Beide rissen die 100-Tore-Marke, während Finnentrop/Bamenohl in seinen 30 Spielen 128 Mal traf, stehen beim FCL 101 Tore in der Endtabelle vor dem Doppelpunkt.
Auch SG-Meistertrainer Benedikt Gabriel ist voller Vorfreude: „Das ist ein echter Showdown für den Fußballkreis Olpe.“
Beide Trainer begehen ihren Ausstand. Für Benedikt Gabriel als auch für Spiry Vormweg wäre der Pokalsieg der krönende Abschluss.
Benedikt Gabriel und seine Schützlinge können dabei Fußball-Geschichte schreiben. Noch nie holte eine Mannschaft den Kreispokal dreimal in Folge. Gabriel: „Das wäre schon das Sahnehäubchen. Wir freuen uns riesig auf dieses Spiel.“
Wie stark der der Titelverteidiger ist, demonstrierte er nicht nur in der Bezirksliga, sondern auch beim 4:0 im Halbfinale beim SV Ottfingen. „Ja, das war schon gut. Aber entscheidend war der 6:5-Sieg nach Elfmeterschießen im Viertelfinale beim FSV Gerlingen im Oktober. Danach kam bei uns die Wende. “ Der Sieg am Bieberg habe seiner Mannschaft nach dem schwachen Saisonstart den nötigen Schub für die Meisterschaft gegeben, so Gabriel.
Bei Spiry Vormweg würde sich mit einem Pokal-Triumph der Kreis beim FC Lennestadt schließen. Als Meistertrainer fing er an, als Pokalsieger würde er aufhören. Für Vormweg wäre es der fünfte Pokalsieg insgesamt. Dreimal triumphierte er als Spieler und einmal als Trainer mit RW Lennestadt. „Ja, das wäre schon schön. Dann hätte ich praktisch alles erreicht, so Vormweg, „Ich bin mit dem FC Lennestadt 2008 in die Landesliga aufgestiegen, leider sofort wieder abgestiegen. Wir haben das Hallenmasters und den Stadtpokal gewonnen.“
Ein Kreispokalsieg wäre für den FC Lennestadt etwas ganz Besonders. „Keiner meiner Spieler hat jemals im Finale gestanden, geschweige den Pokal gewonnen. Beim letzten FCL-Sieg waren meine Spieler fast alle noch gar nicht geboren“, weiß Vormweg.
Beide Trainer haben großen Respekt vor dem Gegner. „Wer 22 Spiele hintereinander gewinnt, davor kann man nur den Hut ziehen. Bamenohl ist absolut verdient Meister geworden. Für mich sind sie im Moment das Maß aller Dinge und die beste Mannschaft im Kreis Olpe.“ Der Titelverteidiger sei wieder der Favorit. „Wir müssen alles geben, um gegen die zu bestehen “, so Vormweg.
Auch Benedikt Gabriel lobt den Gegner: „Der FC Lennestadt hat im Halbfinale Hünsborn geschlagen. Da weiß man, was einen erwartet.“
Und es ist nicht nur das Duell zweier Meistertrainer, sondern auch der beiden Top-Torjäger im Kreis Olpe: Tim Schrage gegen Florian Friedrichs. Allein diese beiden erzielten in dieser Saison zusammen 82 Tore. Tim Schrage 43 und Friedrichs, der ebenfalls Abschied vom FC Lennestadt nimmt, traf 39 Mal in der Bezirksliga 7.
„Beide sind nicht miteinander zu vergleichen“, sagen Vormweg und Gabriel unisono. Tim Schrage sei der geborene Strafraumspieler, Friedrichs komme mehr aus der Tiefe. „Ich finde es einfach toll, dass wir im Kreis Olpe zwei so tolle junge Stürmer haben“, so Gabriel.
Einem Fußballfest steht also nichts im Wege. Wenn noch das Wetter mitspielt, hoffen beide Trainer auf rund 800 Zuschauer.
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Möge der Bessere gewinnen