Fesser bekommt zweite Chance beim SV Rothemühle

Tim Fesser (weißes Trikot) im Duell mit drei Spielern des VSV Wenden.
Tim Fesser (weißes Trikot) im Duell mit drei Spielern des VSV Wenden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Comeback kam für Außenstehende unerwartet. Seit Wochen spielte Tim Fesser in den Planungen von Trainer Maik Wolf keine Rolle mehr.

Rothemühle..  Der im Sommer 2014 vom TSV Weißtal zum Fußball-Bezirksligisten SV Rothemühle gewechselte Mittelfeldspieler wurde nur noch in der zweiten Mannschaft eingesetzt. SVR-Vorsitzender Andreas Grub sprach letzte Woche von einer „Denkpause“.

„Tim muss Gas geben“

Am vergangenen Sonntag stand der 21-Jährige aber wieder im Heimspiel gegen Niederschelden im Bezirksligakader und wurde in der 46. Minute auch eingewechselt. Kurz vor dem Schlusspfiff bereitete Fesser dann sogar das 4:2 durch Kerim Ali Sahli vor.

„Tim weiß Bescheid. Er muss Gas geben. Dann bekommt er wieder eine Chance“, sagt Maik Wolf zur Rückkehr des Spielers in den Kader der ersten Mannschaft.

„Eigentlich“ wollte der zum Saisonende scheidende Rothemühler Trainer „nichts mehr dazu sagen“. Gleich mehrfach hatte der Neuzugang seinen Übungsleiter in den letzten Monaten enttäuscht. Dafür entschuldigte sich Fesser bei Wolf und auch der Mannschaft.

Am Sonntag feierte der Mittelfeldspieler dann sein Comeback im Bezirksligateam. Natürlich mit Einwilligung von Maik Wolf. Der Coach des SV Rothemühle war nach dem 1:1 in Kierspe mit seiner Familie zwar in Urlaub gefahren, wurde aber von seinem Co-Trainer Kris Stremmel auf dem Laufenden gehalten.

Personelle Engpässe

Und deshalb wusste Wolf, dass es gegen Niederschelden personell ganz eng würde. Denn auch Grossmann-Zwillinge Sebastian und Alexander waren im Urlaub, zudem fehlte Steffen Oehm.

Damit stand die Tür für Tim Fesser wieder offen. „Tim hat für die neue Saison verlängert. Ich bin dann nicht mehr da und will dem Verein in dieser Frage nicht im Wege stehen“, begründete Maik Wolf seinen Sinneswandel.

Wolf beim 5:2 an der Linie

Übrigens: Die Einwechslung des 21-Jährigen nach der Halbzeitpause nahm Rothemühles Trainer höchstpersönlich vor. Denn der im Sommer nach Freudenberg wechselnde Coach war früher als geplant aus dem Urlaub zurückgekehrt und stand beim 5:2 als verantwortlicher Trainer an der Linie.