FC Lennestadt ist heiß auf den Landesliga-Start
10.07.2008 | 21:35 Uhr 2008-07-10T21:35:20+0200Lennestadt. Mit Aufsteiger FC Lennestadt nahm gestern Abend der zweite heimische Landesligist sein Training für die kommende Saison auf.
Die Vorfreude auf die erste Landesligasaison seit mehr als 20 Jahren ist auf Seiten des FCL riesig. Beim Blick in die WP von gestern wurde diese Euphorie noch einmal gesteigert, trifft die Elf von Trainer Spiry Vormweg doch bereits am ersten Spieltag auf den innerkommunalen Konkurrenten RW Lennestadt. Nicht nur für die Grevenbrücker Fußball-Ikone Vormweg ein besonderes Spiel, wie er verrät. "Ich habe 35 Jahre dort als Spieler und Trainer gewirkt. Das ist ein absoluter Traumeinstand. Ich hätte gerne mit einem Heimspiel gegen RWL begonnen, aber die Grevenbrücker waren wohl schneller". Auch für die Neu-FCLer Gregor Schulte, Benjamin Steinhoff und Fabian Baumhoff, die vor der Saison von der Habuche auf den Ohl wechselten ist diese Partie direkt ein Schritt zurück in die Vergangenheit.
Nach der spektakulären Vorsaison, in der am Ende die Meisterschaft in der Bezirksliga zu Buche stand, ist die Euphorie immer noch riesig. Bis auf Thomas Hoberg, der sein Glück in dieser Saison beim SV 04 Attendorn versucht, ist der Kader der Lennestädter zusammengeblieben. Der Kampf um die Plätze wird jedoch weiter angeheizt. Mit Julian Schwermer verpflichteten die Lennestädter einen jungen, ambitionierten Torhüter, Steinhoff und Schulte beleben das Mittelfeld, Baumhoff soll vorne für die Tore sorgen. Hinzu kommen noch die talentierten Jugendspieler Christian Bracht, Leonard von Helden, Marcel Hanses und Mustafa Yazlak, denen Vormweg ebenfalls viel zutraut. Was das Saisonziel angeht, ist Vormweg realistisch, und spricht von "einem gesicherten Mittelfeldplatz. Wir werden uns auf jeden Fall halten, weil einige Vereine wie Stockum oder Lüdenscheid einen großen Aderlass hatten."
Die Meisterschaft, da ist sich der Landesligafachmann sicher, wird sich zwischen Aufsteiger Kaan-Marienborn (Vormweg: "Die hatten schon eine sehr starke Mannschaft, und haben sich noch weiter verstärkt"), Ennepetal, Hohenlimburg und Hagen entscheiden. RWL- Trainer Wolfram Wienand traut dem FC eine sehr gute Rolle in der Landesliga zu.
Die WP stellt die Gegenfrage: Wo landet RWL? Vormweg: "Es wird eine schwierige Saison für RWL, aber sie haben das Zeug, den Klassenerhalt zu schaffen. Sie müssen versuchen, über den Kampf ins Spiel zu kommen, um den Gegnern den Schneid abzukaufen".
In der Hinrunde verzichten muss Vormweg auf Mittelfeld-Ass Philip Thöne, der sechs Monate in Frankreich studieren wird. Ihn soll Benni Steinhoff ersetzen.
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