FC Lennestadt gewinnt buntes Neujahrsturnier

Der FC Lennestadt
Der FC Lennestadt
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Der FC Lennestadt gewann am Samstag das Turnier um den „Kremer-Cup“, Höhepunkt des 35. vereinseigenen Hallenfußball-Neujahrsturniers.

Meggen..  Der Gastgeber setzte sich im Finale mit 4:2 nach Neunmeterschießen gegen Vorjahressieger FC Kirchhundem durch.

Das Endspiel war von Taktik geprägt. Niemand wollte den ersten Fehler machen. So endete die chancenarme Partie nach regulärer Spielzeit folgerichtig 0:0. Das anschließende Neunmeterschießen war dann eine recht klare Angelegenheit für den Landesligisten. Kirchhundem schoss zwei Fahrkarten, der FC Lennestadt keine. „Sicher ist Neunmeterschießen immer eine Glückssache. Aber ich glaube, es war ein verdienter Turniersieg, denn wir haben alle Spiele gewonnen“, freute sich FCL-Trainer Jürgen Winkel.

Nach dem Viertelfinale waren die Favoriten unter sich. Im ersten Halbfinale schlug der FC Lennestadt die SG Finnentrop/Bamenohl mit 3:0. Was die Niederlage für den amtierenden Masters-Sieger noch schmerzhafter machte: Schiedsrichter Marco Giese zeigte Spielertrainer Mike Schrage wegen „Verhinderung einer klaren Torchance“ die Rote Karte. Somit fällt Schrage beim Finnentroper Gemeindepokalturnier nächste Woche und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch beim Masters-Turnier am 1. Februar in Olpe aus.

Im Neunmeterschießen um Platz drei unterlag die SG Finnentrop/Bamenohl anschließend dem VfL Bad Berleburg, der im zweiten Halbfinale gegen den FC Kirchhundem mit 1:3 verlor, mit 3:4.

Neben der Roten Karte für Mike Schrage gab es noch drei weitere totale Platzverweise, alle im Vorrundenspiel FC Lennestadt II gegen SSV Elspe (2:1). Schiedsrichter Stephan Hahn verwies zunächst Elspes Torwart Steffen Schilch wegen eines Wechselfehlers des Feldes. Nach der anschließenden Rudelbildung folgten ihm Elspes Sebastian Majchrczyk (Kopfstoß) und Lennestadts Mensur Stubla (Schlagen). „Die jungen Schiedsrichter haben sich das Leben eine wenig selbst schwer gemacht, denn es war eigentlich ein sehr faires Turnier“, resümierte FCL-Trainer Jürgen Winkel. Und auch Finnentrop/Bamenohls Trainer Frank Rottstock meinte: „Vier Rote Karten in einem Turnier, in dem es eigentlich um die goldene Ananas ging, waren zu viel. Bei Mike Schrage hätte es auch eine Zwei-Minuten-Strafe getan.“

Steffen Dicke wird Trainer des FC Lennestadt II, Hein von Albaum zum FCL

Im Rahmen des Turniers machte der FC Lennestadt zwei Personalien publik. Steffen Dicke, Torwart der Landesliga-Mannschaft, hängt im Sommer seine Handschuhe an den Nagel und wird Trainer der 2. Mannschaft. „Sicher ist das für einen Torwart mit 32 Jahren sehr früh. Aber ich will den starken Talenten Kevin Schulte und Dennis Zollmann nicht im Wege stehen. Ich habe mich tierisch gefreut, als die Anfrage des Vereins kam, ob ich Trainer der 2. Mannschaft werden möchte. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen. Nach dem Posten lecken sich doch viele Trainer die Finger“, strahlte Steffen Dicke. Darüber hinaus verkündete FCL-Vorsitzender Matthias Knoche, dass Maximilian Hein im Sommer vom C-Kreisligisten SF Albaum zum FC Lennestadt wechselt.