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15:1 gegen Maumke

FC Kirchhundem stürmt in die Bezirksliga

17.06.2012 | 21:00 Uhr
FC Kirchhundem stürmt in die Bezirksliga
FC Kirchhundem Meister Kreisliga A 2011/12

Kirchhundem. Der FC Kirchhundem ist nach einem fulminanten 15:1 (8:1)-Sieg gegen den SV Maumke zurück in der Bezirksliga. Nach zwei Jahren Abstinenz war der Aufstieg im letzten Saisonspiel gegen den Tabellenletzten nur Formsache.

Schon während des Spiels gab es die ein oder andere Bierdusche, was aber nach dem Spiel folgte, war eine große Aufstiegssause, Bengalos inklusive.

Auch Kirchhundems Trainer Dieter Richard war nach dem Spiel überglücklich. „Ich war von Anfang an vom Potenzial dieser Mannschaft überzeugt und muss ihr ein Riesenkompliment machen, dass sie auch in schwierigen Spielen, wie in Serkenrode, die Nerven bewahrt hat und jetzt, nicht mal eben nebenbei, aufgestiegen ist.“

Dabei sah es zu Beginn des Spiels nicht nach einem derartigen Schützenfest aus. Im Gegenteil: Der FCK startete nervös und Maumke nutzte einen kapitalen Stellungsfehler in der Kirchhundemer Hintermannschaft zum 0:1 (5.). Nach Ntritsos Ausgleich in der 8. Minute wurde es dann aber doch das erwartete, einseitige Spiel. Als Venhar Bivolaku in der 21. Minute mit einem sehenswerten Schuss zur Führung traf, brachen beim Gast alle Dämme. Es wurde nun ein besseres Trainingsspiel, bei dem erneut Ilias Ntritsos (38.) sowie ein Maumker per Eigentor (43.) und Bajgora (45.) noch vor der Pause auf 8:1 erhöhten.

Trotzdem war Trainer Dieter Richard mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Ich habe mich über die Einstellung der Jungs geärgert, denn eigentlich war das Ziel zu Null zu spielen und dann darf man nicht so früh in Rückstand geraten. Es schien fast so, als hätten sie diesen Weckruf gebraucht.“

In der zweiten Halbzeit machten die Kirchhundemer da weiter, wo sie aufgehört hatten. Dass Maumke bis zur 80. Minute kein Tor mehr zuließ, war lediglich ihrem Torwart Stefan Beule und dem Pfosten zu verdanken.

Nach dem Spiel zeigte sich der 1.Vorsitzende Bernward Müller erleichtert. „Wir sind mit dem Druck, gewinnen zu müssen, nicht nur heute, gut umgegangen und haben gehofft, dass es nicht allzu schwer wird. Wir hatten zuletzt einige Zitterpartien und sind nun glücklich, es geschafft zu haben.“

Auch Mario Müller, der den Verein, wie angekündigt, aus beruflichen Gründen verlässt, zeigte sich überglücklich. „Was will man mehr. Nach so vielen schweren Spielen so ein Abschluss, das ist überragend. Wir waren nach dem kleinen Hänger zur Mitte der Rückrunde in einer schwierigen Situation, doch zeichnet eine gute Mannschaft eben aus, dass sie umschalten kann.“

Dass er nächste Saison nicht mehr spielt und ab dann von der Bande aus zuschaut, daran werde er sich gewöhnen müssen, so Mario Müller. „Es ist schon ein komisches Gefühl, das letzte Mal mit diesem Team gespielt zu haben. Doch ich habe großes Vertrauen in die, die jetzt kommen.“ Dies sieht Trainer Dieter Richard, der den Verein ebenfalls verlassen wird, ähnlich. „Ich wünsche dem Team nun alles Gute. Ich denke, dass der neue Trainer Adnan Spago die nötigen Akzente setzen kann und sich die Mannschaft mit ihrem Potenzial weiterentwickeln wird. Dann ist eine erfolgreiche Bezirksliga- Saison möglich.“

Und auch Bernward Müller sieht das Team gut aufgestellt. „Wir werden uns weiterhin gezielt verstärken. Mit den bisherigen Zugängen Gehle, Scalabrino und Spago haben wir uns mit erfahrenen Spielern und mit Selimanjin dazu mit einem kreativen Spieler verstärkt, die uns gemeinsam mit unserer jungen, talentierten Truppe zum Klassenerhalt in der Bezirksliga führen wird.“ Neben Müller und Trainer Richard, verlässt auch Matthias Lönze aus beruflichen Gründen den Verein. Torwart Julian Schwermer spielt kommende Saison zwar nicht für den FCK, er bleibt dem Verein aber erhalten.

FCK: Schwermer, Dahlke, Lönze (61. Peci), Bivolaku, Werner, Holterhoff, Rettler, Bajgora, Kuru (46. Müller), Gergiuri, Ntritsos (52. Sadrija). - Maumke: Beule, Kadrija, Hanses, Taube, Krahn, Schulenburg, von Helden, Eichhorn, Köseoglu, Gastreich, Alawieh.

Christopher Stolz



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