FC Altenhof fiebert der Landesliga entgegen

FC Altenhof mit Planwagen
FC Altenhof mit Planwagen
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Kurz war die Nacht für die Helden des FC Altenhof, sehr kurz.

Altenhof..  Und das sah man ihnen auch an, als sie sich gestern Morgen gegen 11 Uhr zur „vierten Halbzeit“, sprich der Fortsetzung der Aufstiegs-Feierlichkeiten, wieder am Winterhagen einfanden.

Nach einem zweistündigen „Aufwärmtraining“ am Sportplatz ging es um 13 Uhr mit dem Planwagen durch die Gemeinde Wenden. Mit an Bord war auch die Meisterschale, die nach zwei Meisterfeiern binnen zwölf Monaten ziemlich ramponiert war. „Eine dritte Meisterschaft wird die wohl nicht überstehen“, waren sich alle Spieler einig.

Nicht nur die Spieler kosteten den Moment des Triumhes aus. Das galt auch für ihren Vorsitzenden Frank Stahl: „Was soll ich dazu sagen. Das war eine berauschende Nacht. Du siehst ja, wie es hier noch aussieht“, strahlte Frank Stahl. Besonders gefreut habe ihn, dass alle Nachbarvereine zum Gratulieren kamen. „Wir hatten sogar Gäste aus vom SC Drolshagen, der SpVg Olpe und Fortuna Freudenberg hier. Und auch alle Vereine aus der Gemeinde Wenden waren da. Das war eine tolle Sache“, freute sich Frank Stahl.

Auch der SV Ottfingen gratuliert

Dazu gehörte auch eine Delegation des SV Ottfingen. „Die haben fair gratuliert. Das gehört sich auch so. Ich hatte auch eine Blumenstrauß parat und wäre im umgekehrten Fall schnell zum Gratulieren nach Ottfingen gefahren“, bekannte Frank Stahl. Die Krönung der Feier am Sonntag sei das Ständchen des Musikvereins gewesen, der von einem Schützenfest zurück kam und am Abend direkt am Winterhagen weiter machte.

Obmann Ecki Stahl war gestern Mittag immer noch hellauf begeistert: „Ich bin irgendwann um fünf Uhr auf der Couch wach geworden. Mein erster Weg war der an die Zeitungsbox, um den Bericht über unseren Aufstieg zu lesen. Da kamen die schönen Erinnerungen schnell zurück.“

Glücksgriff Oliver Mack

Großer Applaus brandete am Winterhagen auf, als Meistertrainer Oliver Mack vorfuhr. „Eigentlich müssten wir den Trainer wechseln. Denn er hat das Saisonziel, den Klassenerhalt, nicht erreicht“, lachte Frank Stahl. Aber das war natürlich nur ein willkommener Scherz, um die gute Stimmung weiter aufzulockern. „Im Ernst“, so Frank Stahl, „Oliver Mack ist ein Glücksgriff für uns. Er ist ein positiv Fußball-Bekloppter, der für den Fußball lebt und der uns alle mitgezogen hat. Wenn man bedenkt, dass wir vor drei Jahren fast in die Kreisliga B abgestiegen waren. Damals haben wir am Abgrund gestanden, und jetzt sind wir in die Landesliga aufgestiegen. Ich kann das alles immer noch nicht so ganz realisieren.“

Nach dem Abstieg in die Kreisliga A 2011 habe man die nötigen Konsequenzen gezogen. „Das erste Kreisliga-Jahr war ein Übergangsjahr. Dann haben wir eine neue Mannschaft aufgebaut und dabei vor allem auf eigene Spieler gebaut. Gegen Klafeld haben zum Beispiel sieben Altenhofer gespielt. Das ist für so einen kleinen Vereinen mit 220 Mitgliedern doch eine tolle Sache“, freute sich Frank Stahl.

Drei Neuzugänge stehen fest

Jetzt gelte es, die „Herausforderung Landesliga“ zu meistern. Mit Marcel Eichler (Torwart RW Hünsborn), Benjamin Ossmann, ein Landesliga-erfahrener Spieler aus Köln, der beruflich nach Krombach zieht, und Mario Wurm (VSV Wenden) stehen drei Neuzugänge fest. „Drei sollten noch folgen. Unser Kader ist sehr klein. Aber das ist die Sache der sportlichen Leitung, also von Ecki Stahl und Oliver Mack“, sagte Frank Stahl.

In der Landesliga gehe es vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg: „Das ist doch ganz klar“, so Frank Stahl, „wir setzen wieder auf den Teamgeist. Die Mannschaft muss nach den Erfolgsjahren wieder das Verlieren lernen. Im Erfolg halten alle zusammen. Wenn es mal nicht läuft, zeigt sich der Charakter der Mannschaft.“

Auch Oliver Mack fiebert der kommenden Saison entgegen. „Drei Spieler müssen wir noch holen. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, aber wir nehmen die Erfahrung Landesliga gerne mit. Ich hoffe, dass jetzt auch noch der SV Ottfingen in der Relegation den Aufstieg schafft. Ich bin heilfroh, dass uns das jetzt erspart bleibt. Und dann hoffe ich am ersten Spieltag vor der Kirmes auf ein Spiel gegen Hünsborn oder Ottfingen. Das wäre der Hammer.“