Fabian Brune dreimal Dritter bei Deutschen Meisterschaften

Fabian Brune
Fabian Brune
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Was wir bereits wissen
Insgesamt traten 569 Schwimmerinnen und Schwimmer aus insgesamt 41 Nationen an 4 Wettkampftagen bei den 29. Internationalen Deutschen Meisterschaften für Menschen mit Behinderung im Europa Sportpark an.

Berlin..  Gewertet werden die Aktiven nach einem Punktesystem, dass die verschiedenen körperlichen und intellektuellen Beeinträchtigungen berücksichtigt.

Die geschwommenen Zeiten werden in Punkte umgerechnet, so dass zum Beispiel ein Sportler mit einem schwereren Handicap zwar langsamer schwimmt als ein Schwimmer mit einer leichteren Beeinträchtigung, jedoch mehr Punkte erhalten kann. Die Platzierungen werden dann nach Punkten vergeben.

Für die Sportler ab 18 Jahren galt es, sich für die internationalen A- und B-Finals zu qualifizieren. Die Athleten der Jugendklassen Jugend A bis D hatten in den Vorläufen die Chance, sich für die nationalen Jugendfinals bis einschließlich 17 Jahre in der jeweiligen Schwimmart zu qualifizieren. Die 10 punktbesten Athleten der deutschen Vereine aller Jugendklassen zusammen schafften den Einzug in den jeweiligen Finallauf.

Fabian Brune (Jahrgang 2000) vom VfG Finnentrop, der sein Training unter anderem bei den Wasserfreunden Finnentrop, der DLRG Ortsgruppe Lennenstadt und dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband NRW in Köln absolviert, startete zunächst in den Vorläufen in der Jugend B.

Um in jungen Jahren die schwimmerische Vielseitigkeit zu fördern, stand er nach Vorgabe seines Landeskadertrainers Lukas Nieden zu insgesamt in 11 Vorläufen auf dem Startblock.

Zehn persönliche Bestzeiten

Hochmotiviert stellte sich Fabian Brune dieser sportlichen Aufgabe. Denn was folgte war sensationell: Zehn Mal konnte er sich mit persönlichen Bestzeiten für die jeweiligen Finalläufe qualifizieren, wovon er erneut noch einmal neun Finals mit nochmaligen Bestzeiten abschließen konnte und dreimal mit dem Gewinn der Bronzemedaille auf dem Siegerpodest landete.

Am ersten Wettkampftag konnte er sich seine erste Bronzemedaille über die 100-Meter-Schmetterlingdistanz sichern. In 1:34,06 Minuten. und 404 Punkten landetet er im Finale auf dem 3. Rang.

Besonders beeindruckend verlief Tag zwei. Hier trat Fabian Brune über seine Hauptstrecke 100 Meter Rücken an. In 1:33,79 Minuten schwamm er im Vorlauf mit vier Sekunden unter seinen alten Marke Bestzeit und erreichte 473 Punkte. Dies bedeutete gleichzeitig die Erfüllung der Norm für den D/C-Nationalkader (Schwimmer unter 18 Jahre), die bei 450 Punkten liegt.

So war auch die Bundestrainerin für das paralympische Schwimmen Ute Schinkitz erfreut, dass er im Finale noch einmal zulegen konnte.In 1:33,11 Minuten erneut Bestzeit schwamm und 481 Punkte erreichte. Hiermit errang Fabian Brune erneut die Bronzemedaille.

Tag drei stand vor allem im Zeichen der 400-Meter-Freistilstrecke. Mit 15 Sekunden unterbot er seine alte Bestzeit zunächst im Vorlauf, im Finale konnte er noch einmal zulegen und weitere sieben Sekunden rausholen, so dass am Ende eine Zeit von 7:09,24 minuten auf der Anzeigentafel stand. Dies bedeutete im Finale Platz 7.

Drittes Edelmetall am vierten Tag

Einen guten fünfter Platz im Finallauf erreichte er zunächst in 0:42,19 Minuten im 50-Meter- Schmetterling-Finale am vierten und letzten Wettkampftag. Doch es sollte noch für eine weitere Medaille reichen. Im Vorlauf über die 50-Meter-Rückendistanz in 0:43,97 Minuten qualifiziert, legte Fabian Brune im Finale noch einmal zu, schlug in 0:43,05 Minuten und damit 483 Punkten an, was erneut den Bronzerang bedeutete. „Zusammenfassend ein Super-Wettkampf, den Fabian gezeigt hat”, so sein Landestrainer Lukas Niedenzu, „das verspricht einiges für die Zukunft”.