„Er war ein Glücksfall für unseren Verein“

Rothemühle..  Beim SV Rothemühle herrschen eigene Gesetze, was Amtszeiten angeht. So waren mit Friedhelm Dornseifer, Ecki Wirth und Henner Brüser gleich drei Vorstandsleute jeweils mehr als 30 Jahre im Amt. Eine Zahl, die meilenweit jenseits der Normal-Werte liegt.

Das Gleiche trifft auf den Trainer zu. Zwar ist Maik Wolf noch keine drei Jahrzehnte dabei - was mit Anfang 40 auch schwierig ist. Doch die normale Verweildauer von Fußballtrainern hat auch er um ein zigfaches übertroffen. Zwölf Jahre leitete er die sportlichen Geschicke am Rothenborn. Dort feierte er große Erfolge (siehe unten). Was darüber hinaus haften bleiben wird, ist seine menschliche Größe. Sein Herzblut. „Er war einfach immer für den Verein da,“ brachte es Vorsitzender Andreas Grub auf den Punkt.

Nicht nur im Erfolg, sondern auch und vor allem in der bittersten Stunde des SV Rothemühle zeigte Maik Wolf, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Als der SVR vor Jahresfrist durch ein Tor in der 90. Minute aus der Landesliga abstieg, machte er weiter. „Er hat sich nie davor gescheut, Aufgaben zu übernehmen,“ so Grub, „es wäre damals ein Leichtes gewesen zu sagen: Wir trennen uns. Und es wäre für Außenstehende auch nachvollziehbar gewesen.“ Doch Verein und Wolf packten es nochmal gemeinsam an.

Am Sonntag trennen sich die Wege dann doch. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass es emotional wird. Andreas Grub, dem die Verabschiedung obliegt, weiß, was auf ihn zukommt: „Das wird eine ganz harte Nummer...“