Eine scheinbar leichte Aufgabe

SpVg Olpe-Torwart Christian Bölker war beim 1:0 gegen Hohenlimburg der Fels in der Brandung.
SpVg Olpe-Torwart Christian Bölker war beim 1:0 gegen Hohenlimburg der Fels in der Brandung.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach dem 1:0-Sieg der SpVg Olpe im Spitzenspiel gegen den SV Hohenlimburg am vergangenen Sonntag (1:0) sind die Verhältnisse an der Tabellenspitze der Fußball-Landesliga wieder gerade gerückt.

Hüsten/Olpe..  Olpe führt die Tabelle wieder mit einem satten Vorsprung vor den Verfolgern Finnentrop/Bamenohl (9), RW Hünsborn (10), SSV Meschede (11) und SV Hohenlimburg (13 Punkte Abstand) an.

Und es kann am Ostermontag noch besser werden, denn die Griffel-Elf hat auf den ersten Blick eine lösbare Aufgabe. Der Vizemeister muss beim akut abstiegsbedrohten Vorletzten SV Hüsten 09 antreten, der fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat.

Und nicht nur das: Hüsten ist die mit Abstand schlechteste Heimmannschaft. In sieben Heimspielen konnten die Hüstener nur einen Punkt ergattern (0:0 gegen Meschede am 2. November).

Olpes Trainer Ottmar Griffel warnt seine Spieler dennoch dringend davor, den Vorletzten, gegen den es im Hinspiel einen klaren 6:0-Sieg gab, zu unterschätzen: „Wir müssen das Hohenlimburg-Spiel abhaken und uns voll auf Hüsten konzentrieren. Spiele gegen Mannschaften in der Abstiegsregion sind immer sehr schwer und es kommt immer mal wieder zu bösen Überraschungen. Hüsten steht das Wasser bis zum Hals. Die Mannschaft muss unbedingt punkten.“

Seine Mannschaft fahre mit Respekt, aber ohne Angst zum Spiel nach Hüsten. Ottmar Griffel: „Wir müssen gegenüber Hohenlimburg noch eine Schüppe drauflegen. Wenn wir unser Spiel durchbringen, werden wir auch Erfolg haben. Wichtig ist, dass wir etwas Zählbares mitbringen.“

Knappe Hüstener Ergebnisse

Was Ottmar Griffel bei der Motivation seiner Spieler für das Spiel am Ostermontag in die Karten spielt, sind die Leistungen der Gastgeber nach der Winterpause. Die ließen durchaus aufhorchen. Zwar gab es nach dem 3:2-Sieg in Attendorn wieder zwei Niederlagen, aber die hielten sich mit 1:2 gegen Finnentrop/Bamenohl (H) und bei RW Erlinghausen (0:2) in Grenzen.

Und beim 0:2 in Erlinghausen am vergangenen Sonntag vergab Dirk Mikolajczak nach einer Stunde vom Elfmeterpunkt aus die große Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen und das Spiel noch einmal spannend zu gestalten.

„Das waren zwei knappe Niederlagen gegen starke Gegner und keine Klatschen. Dazu kam noch das Pech mit dem Elfmeter. Das zeigt, dass Hüsten kein Fallobst, sondern eine starke Mannschaft ist“, warnt Ottmar Griffel.

Oliver Ziegler geschont

Am Ostermontag stehen Ottmar Griffel im Gegensatz zum Hohenlimburg-Spiel wieder fast alle Spieler zur Verfügung. Ein letzter Aufschluss über die Personallage ergibt sich beim Abschlusstraining am heutigen Karsamstag. „Bis auf Markus Schneider, der sich im Urlaub befindet, sind nach jetzigem Stand alle dabei“, so Ottmar Griffel.

Das gilt auch Oliver Ziegler, der kurz vor dem Spiel gegen Hohenlimburg wegen einer Knöchelverletzung passen musste. „Wir haben ihn diese Woche beim Training geschont. Aber er hat gute Fortschritte gemacht. Zwar gibt es noch ein kleines Fragezeichen, aber ich bin mir eigentlich sicher, dass er in Hüsten dabei ist“, sagt Ottmar Griffel.

Ob Ziegler allerdings von Beginn an spielt, lässt Ottmar Griffel offen. Vielleicht belässt er es auch bei der gegen Hohenlimburg bewährten neu formierten Defensive mit dem eigentlichen Stürmer Amir Tahiri links in der Viererkette. Ottmar Griffel lässt sich da nicht in die Karten schauen: „Das entscheide ich erst kurz vor dem Spiel am Montag.“