„Ein Ergebnis wie Rückenwind“

Wenden/Husum..  „Auch wenn es bei mir nicht so ganz lief, wie ich es mir vorgestellt hatte, so haben wir gemeinsam doch alles erreicht, was wir wollten“, war natürlich auch Tim Arne Sidenstein bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften hoch zufrieden - außer mit sich selbst.

Während Ejob Solomun sich sofort einer Fünfergruppe anschließen konnte, die ein höllisches Tempo vorlegte, reihte sich Tim Arne Sidenstein zunächst in einer Verfolgergruppe ein, die dann aber auseinanderfiel. „Ich versuchte, den Anschluss nach vorne herzustellen, musste zwischenzeitlich oft allein im Wind laufen und lag am Ende als Elfter rund dreißig Sekunden hinter Platz fünf“, so der jüngere Sidenstein abschließend.

Für Egon Bröcher gab es an diesem stürmischen, aber sonnigen Tag keinen Gegenwind: „Diese Ergebnisse waren wie Rückenwind.“ Und es wird auch Rückenwind für die weiteren Herausforderungen des Jahres geben.

Und doch musste Egon Bröcher bremsen: „Wir müssen mit unseren Kräften haushalten, dürfen nicht überziehen.“

So werden bei den Westdeutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 Kilometer voraussichtlich andere Athleten an den Start gehen. Aber das Reservoir scheint ja bei den „roten Rennern“ unerschöpflich.

Sie wurde bei der DM im Halbmarathon hoch dekoriert – gleich drei Medaillen betrug die Ausbeute der W45-Athletin Ramona Wied von der SG Wenden. Dazu die neue Deutsche Meisterin der W45: „Ja es tut echt gut, mal für das Training belohnt zu werden, gibt ja auch neue Motivation. Jetzt aber kommt der Nachteil von Familienurlaub und Freizeit: Wäscheberg und vernachlässigte Hausarbeit.“

Christl Dörschl trug es auch einen Tag nach der für sie nicht gerade optimal verlaufenen DM im Halbmarathon gelassen. „Und dann setzten die so unerklärlichen Seitenstiche ein, und das passiert mir, die ja nicht gerade unerfahren ist.“ Den Rest musste sie, ähnlich wie Tim Arne Sidenstein, allein zurücklegen – mit den gleichen äußeren Widrigkeiten. Sie war auf Platz 4 in der W35 nur 35 Sekunden von Bronze entfernt. Mit 1:22:57 Stunden blieb sie über fünf Minuten über ihrer Bestzeit.

Husum ist abgehakt. Die nächsten Ziele sind klar. Am Wochenende stehen in Lippetalfür einige Athleten die „Westdeutschen“ auf der Straße an(10 Kilometer). Sven Daub wird starten, ebenso Alexander Henne, natürlich auch Christl Dörschl. Im Mai folgen die 10 000 Meter auf der Bahn in Ohrdruf. „Die Norm von 36:10 Minuten für die DM habe ich schon. Ich hoffe, in beiden Fällen aber mit einer 35er-Zeit.“ Und die Seitenstiche wird sie zu Hause lassen.