Drolshagener Wunsch: Deckel drauf

Kreis Olpe..  Seit Wochen hat sich die Tabellensituation für den SC Drolshagen nicht geändert. Das Team vom Buscheid kann sich im Abstiegskampf (noch) auf die Konkurrenz verlassen. Auch nach dem 0:6-Heimdebakel gegen Aufsteiger FC Altenhof beträgt der Vorsprung des SCD auf den ersten Abstiegsplatz weiterhin drei Punkte.

Jetzt folgen die Begegnungen gegen die unmittelbaren Konkurrenten SC Lüdenscheid und RSV Meinerzhagen. Kalisch geht optimistisch in das Heimspiel gegen den Tabellenletzten SC Lüdenscheid, für den die Partie am Buscheid wohl die letzte Chance ist. „Am Sonntag haben wir die Chance, den Deckel drauf zu machen“, setzt Oliver Kalisch auf den entscheidenden Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt und Niederlagen der anderen gefährdeten Vereine.

Reichlich Gästefans

Bei den Gastgebern fehlen mit Patrick Stamm, Marius Mester und Christian Beekhuis wieder ganz wichtige Leistungsträger. Der suspendierte Peter Ohm ist für Oliver Kalisch „kein Thema“.

Die Gäste vom SC Lüdenscheid werden wohl auch nach Drolshagen – wie schon gegen Wenden und Altenhof – viele Fans mitbringen, die für reichlich „Rabatz“ (Kalisch) sorgen. Was die Sache für die Platzherren nicht einfacher macht. „Wir kennen den Abstiegskampf aus dem letzten Jahr. Aber das ist trotzdem ganz schön belastend“, gibt Drolshagens Trainer zu.

Der FSV Gerlingen hat den Kampf um die Aufstiegsplätze mit dem 0:0 am Bieberg gegen Spitzenreiter Kierspe wieder spannend gemacht. Aber in der Tabelle machen sich die guten Leistungen der besten Rückrunden-Mannschaft noch nicht so richtig bemerkbar. Das Team von Trainer Paul-Heinz Brüser bleibt auf Rang sechs hängen. Brüser ist nach der verkorksten Hinrunde dennoch zufrieden und sieht noch Möglichkeiten, „ein bis zwei Plätze nach oben zu klettern“.

Fast hätte die Personalie Dennis Zeppenfeld das Unentschieden gegen den Tabellenführer in den Schatten gestellt. Von der Reaktion seines Torjägers, der seit dem Freudenberg-Spiel nicht mehr am Bieberg gesehen wurde, ist Trainer Brüser „enttäuscht“. „Bei uns stehen der Verein und die Mannschaft im Vordergrund. Und nicht einzelne Spieler, egal wie sie heißen“, stellt Gerlingens Coach klar. Gegen Niederschelden bildet Tim Weber wieder die Sturmspitze.

Das Bild von der „goldenen Ananas“ hatte Maik Wolf schon in der letzten Woche bemüht. An der Vorgabe des zum Saisonende scheidenden Trainers des SV Rothemühle hat sich nichts geändert. Dennoch: „Wir wollen uns nichts nachsagen lassen“.

Anspruchsvolles Ziel

Das gilt erst Recht gegen das Kellerkind RSV Meinerzhagen. Im Hinspiel hatte Rothemühle in der schlecht ausgesehen und verdient verloren. Überhaupt ärgert sich Rothemühles Coach über die vielen Punkte, die man in den Monaten zuvor liegen gelassen habe. Das Ziel für die Schlussphase ist anspruchsvoll. „Wir wollen aus den letzten vier Spielen zwölf Punkte holen.“ Diesen Satz sagte Maik Wolf vor dem 7:0-Kantersieg bei der SG Hickengrund.

Und wieder geht es für den VSV Wenden gegen ein Kellerkind. Aber Vorsicht! Das Team von Trainer Peter Bäumgen sollte gewarnt sein. In den letzten beiden Begegnungen gegen Meinerzhagen (2:3) und Klafeld-Geisweid (5:5) kassierte das in der Rückrunde so erfolgreiche VSV-Team acht Gegentore. Natürlich hat sich Bäumgen über diese Flut geärgert. Auf der anderen Seite lobt er die „Moral“ seiner Mannschaft, die in Geisweid zweimal nach Zwei-Tore-Rückstanden zurückgekommen ist und mit ein bisschen Glück fast noch das 6:5 erzielt hätte. Das Hinspiel war von ähnlicher Kategorie. Und nicht nur Peter Bäumgen hat das 6:6 in Siegen bestimmt noch nicht vergessen. Tobias Schneider (rote Karte) und Serkan Gürsoy (fünfte gelbe Karte) sind aus dem Klafeld-Spiel gesperrt.