Drolshagen kann Lüdenscheid hereinziehen

Kreis Olpe..  Von der 0:6-Schlappe des Vorletzten RSV Meinerzhagen in Gerlingen lässt sich Mounir Saida nicht blenden. „Wenn wir uns so anstellen wie in Drolshagen, können wir auch in Meinerzhagen schlecht aussehen“, hofft der Trainer des SV Ottfingen, dass seine Mannschaft die Lehren aus der 4:5-Niederlage am Buscheid gezogen hat.

Die zweite Halbzeit beim 2:2 zu Hause gegen die SG Hickengrund macht den SVO-Coach allerdings zuversichtlich. „Zusatzmotivation“ der Gastgeber erwartet Saida durch das 0:9-Debakel des RSV im Hinspiel am Siepen. Dieses Ergebnis würde der Gästetrainer am liebsten aus den Köpfen seiner Spieler streichen. „Das wird kein Selbstläufer. Meinerzhagen steht mit dem Rücken zur Wand und hat fast alle Punkte auf eigenem Platz geholt“, warnt Ottfingens Trainer. Personell gibt es noch einige Fragezeichen. dro

Mit Tim Weber geht der FSV Gerlingen in das Auswärtsspiel beim VfL Klafeld-Geisweid, der nach der 0:2-Niederlage in Siegen mit dem Rücken zur Wand steht. Weber hatte am Ostermontag seine Gelbsperre abgesessen.

Irritationen wegen 5. Gelber

Wegen der fünften gelben Karte zuvor gegen Hickengrund gab es einige Irritationen am Bieberg. Denn der Schiedsrichter hatte Dennis Zeppenfeld als Gelbsünder in den Online-Spielbericht eingetragen, und nicht den wahren „Täter“ Tim Weber. Am Ende klärte sich alles nach ein paar Telefonaten mit Staffelleiter Uwe Frommann und dem an der Ostsee urlaubenden Unparteiischen auf. Sehr fraglich ist bei den Gästen Alexander Kofler, der beim 6:0-Heimsieg gegen Meinerzhagen mit Verdacht auf eine Zerrung ausgewechselt werden musste. Für Stephan Stettner und Nico Clemens dürfte die wohl auf „der Wiese“ (FSV-Trainer Paul-Heinz Brüser) im Hofbachstadion ausgetragene Partie wohl zu früh kommen. dro

„Je mehr Mannschaften am Ende um den Klassenerhalt kämpfen, um so besser“, weiß Trainer Oliver Kalisch. Und deshalb ist die Heimpartie am Buscheid gegen RW Lüdenscheid für den SC Drolshagen ein „eminent wichtiges Spiel“.

Mit einem Sieg könnten die Gastgeber den ehemaligen Zweitligisten „unten mit reinziehen“ (Kalisch). Nach einer mittelprächtigen Hinrunde hagelte es für die Rot-Weißen in der Rückserie Niederlagen. Die Platzherren zeigten zuletzt ihre zwei Gesichter. Gegen Ottfingen gewannen sie nach einer tollen Aufholjagd noch mit 5:4. Eine Woche später kassierte das Kalisch-Team in Freudenberg eine 0:4-Schlappe.

Bis zur 40. Minute wollte Trainer Kalisch seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Bis dahin haben wir defensiv gut gestanden.“ Anschließend waren die Gäste in den entscheidenden Situationen im Tiefschlaf. Zu allem Überfluss hat sich Nick Halbe bei der Fortuna den Kiefer gebrochen und fällt für den Rest der Saison aus. Respekt hat Drolshagens Übungsleiter vor dem Oberliga-erfahrenen Lars Scheerer, dem Dreh- und Angelpunkt von RW Lüdenscheid.

Stremmel vertritt Wolf

Ohne Vier muss der SV Rothemühle sein Heimspiel gegen Niederschelden bestreiten. Trainer Maik Wolf ist im Wanderurlaub und wird von Kris Stremmel vertreten. Zudem fehlen dem SVR ebenfalls urlaubsbedingt die Grossmann-Zwillinge sowie beruflich bedingt Steffen Öhm.

Das ist für Andreas Grub aber kein Grund zur Klage. „Wir haben keinen personellen Engpass“, betont der 1. Vorsitzende und verweist auf die drei Winter-Neuzugänge Eike Pfeiffer vom FC Frömmersbach, Christian Wotzke vom FC Hilchenbach und Torhüter Stephan Klur von der Zweiten des FC Kaan-Marienborn. Zudem steht Nico Renner nach seiner langen Verletzungspause wieder im Landesligakader.

Aus der zweiten Mannschaft ist Felix Winheller hochgerückt und hat mit Tim Fesser, dem eine „Denkpause“ (Vorsitzender Andreas Grub) verordnet wurde, den Platz getauscht.

Damit sind zumindest zahlenmäßig die vier Abgänge Tobias Hirth, Manuel Wolff, Muharrem Shabanaj und Bakary Sinaba wettgemacht. „Die Mannschaft präsentiert sich seit Wochen hervorragend“, lobt Vereinschef Andreas Grub das neu zusammengesetzte Team.