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Leichtathletik

Drei Mal Gold für den Kreis Olpe

07.03.2016 | 16:50 Uhr
Drei Mal Gold für den Kreis Olpe
Franka Linse (SC Olpe) bejubelt ihren Goldsprung über 1,67 Meter.Foto: SC Olpe

Kreis Olpe/Paderborn.   Drei Mal Gold und zwei Mal Bronze, dazu weitere Top-Platzierungen für den U16-Nachwuchs der Leichtathleten bei den Westfälischen Meisterschaften im Ahorn-Sportpark zu Paderborn: Eine fast unglaubliche Bilanz für den Leichtathletik-Nachwuchs aus dem Kreis Olpe.

Verteilt hat sich der Medaillenregen auf den SC Olpe, die LG Südsauerland sowie den SC Fretter. „Wir sind im Kreis Olpe richtig gut aufgestellt“, betont der Vorsitzende des Kreisleichtathletikausschusses, Karl-Heinz Besting, und bezieht natürlich auch die SG Wenden sowie den LC Attendorn in seiner Einschätzung mit ein.

Hochspannung über 60 Meter

Es war viel Dramatik im Paderborner Ahorn-Sportpark. Wie der Hochsprung der W15 mit Franka Linse. Die 1,60 Meter überquerten sieben Mädels. Dann schaffte Franka Linse im ersten Versuch die 1,63 Meter und schockte die Konkurrenz. Alle blieben bei 1,60 Meter hängen. Der Weg zum Titel mit neuer Bestleistung von 1,67 Meter war frei. Sieben Zentimeter Vorsprung, das ist schon gewaltig.

Spannung im zweiten Fall: 60 Meter der 14-jährigen Mädels. Paula Simon (LGS), mit 8,33 Sekunden auf Platz 6 der Meldeliste, verbesserte sich im Vorlauf auf 8,27.

Weitere Urkundenplätze
In Paderborn

Johanna Nies (W15/SCO): Kugel 9,60 Meter (Platz 6), Alina Hoberg (W14/SCO): 60 Meter 8,41 Sekunden (Platz 7). Laura Maiworm (W15/SCO): Stabhoch 2,50 Meter (Platz 7).

Weitere Bestleistungen: Wiebke Rosemeyer (W14/SCO): 60 Meter Hürden in 10,58 Sekunden, Carlotta Hof (W14/SCO): 60 Meter 8,56 Sek. (Vorlauf 8,47) Platz 14, Franka Linse (W15/SCO): Weitsprung 4,91 Meter.

Es folgte der schnellste der drei gleichberechtigten Finalläufe mit Paula Simon. Die Favoritinnen in der Mitte, Paula Simon zählte nicht dazu – und ließ auf der Außenbahn nach 8,16 Sekunden alle hinter sich. Sensationell. „Wahnsinn. Wir freuen uns alle riesig, zumal wir mit zwei jungen und noch unerfahrenen Athletinnen anreisten“, reagierte Christian Kramer, Trainer der LG Südsauerland. Er bezog auch Smilla Selbach in das Lob mit ein, die im großen Teilnehmerfeld auf Rang 13 einkam

Titel Nummer 3 sprang im Stabhochsprung heraus. Es war eine Demonstration von Christin Schneider (W14, SC Olpe). Mit 2,70 Meter hatte sie nicht nur 30 Zentimeter Vorsprung, sondern überbot gleichzeitig den von Maike van Gerven und ihr selbst gehaltenen Kreisrekord um 20 Zentimeter. Trotz mangelhafter Trainingsmöglichkeiten in der gesperrten Kreissporthalle traut ihr Trainer Dieter Heumann in absehbarer Zeit die Drei-Meter-Grenze zu.

Da ging Bronze fast unter, obwohl auch diese Medaillen wie Gold empfunden wurden. Für Marlitt Spille vom SCO war es das Optimum, neue Bestleitung und Kreisrekord gleich im ersten Versuch mit 11,54 Meter.

Große kämpferische Leistung

Lara Schmidt-Degenhardt vom SC Fretter zeigte im entscheidenden Moment Nervenstärke. Sie kam nur schwer in den Wettkampf. „Probleme beim Anlauf konnte sie aber selbst korrigieren, kam dann besser zurecht und übersprang die 1,52 Meter gleich sie im ersten Versuch“, schilderte ihr Trainer Joachim Sasse. Der Lohn: Rang 3 vor drei höhengleichen Konkurrentinnen. „Eine große kämpferische Leistung“ attestierte ihr auch Karl-Heinz Besting.

Pechvogel des Tages war Alina Hoberg. Nach einem hervorragenden 7. Platz unter 29 Teilnehmerinnen über 60 Meter in 8,41 Sekunden kam sie als Fünftschnellste ins Hürdenfinale über 60 Meter. Nach einem fulminanten Start in aussichtsreicher Position liegend touchierte sie Hürde 4: Aus und vorbei. „Zumindest Bronze war in Reichweite“, trauerte auch Besting dem Edelmetall hinterher.

Vor diesem Hintergrund verblassten weitere starke Platzierungen wie der 4. Platz von Alexander Lind (M14/SG Wenden) über 800 Meter mit 2:13,21 Minuten. „Für eine Medaille hätte er Bestzeit laufen müssen, aber es war okay“, so Trainerin Laura Jacob, die zudem auf krankheitsbedingten Trainingsausfall verwies, „bei optimaler Vorbereitung war mehr drin.“ Christin Schneider, Platz 4 im Weitsprung (5,02) konnte sich mit Gold im Stabhochsprung „trösten“.

Volkher Pullmann

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2016-03-07 16:50
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