Dreht der SV Rothemühle den Spieß um?

Schönau/Rothemühle..  Das „Wendsche Derby“ zwischen dem VSV und dem SV Rothemühle überstrahlt das Bezirksliga-Wochenende der heimischen Vereine. Der glückliche 2:1-Sieg vor einem halben Jahr in Rothemühle durch ein spätes Tor von Michel Alfes war einer der wenigen Lichtblicke für den VSV Wenden in der Hinrunde. Doch nach dem Stotterstart ist der VSV-Express auf Touren gekommen. Mit 16 Punkten - darunter fünf Siege in Folge - ist das Team von Trainer Peter Bäumgen die erfolgreichste Mannschaft der Rückrunde und hat Tuchfühlung zu Rang zwei aufgenommen.

Kein Gedanke an Relegation

„Dass wir jetzt vorne dabei sind, habe ich nach der verkorksten Hinserie nicht mehr gedacht“, gibt Bäumen unumwunden zu. An den zweiten Tabellenplatz und die Möglichkeit einer Aufstiegsrelegation verschwendet der Übungsleiter der Gastgeber offiziell keinen Gedanken. Wendens Trainer denkt von Spiel zu Spiel und hat deshalb nur den SV Rothemühle im Blick. „Maik stellt schon eine gute Mannschaft auf die Beine“, ist Peter Bäumgen überzeugt. Fraglich beim Team vom Nocken ist Abwehrspieler Julian Eckhardt.

Bei den Gästen hat sich die personelle Situation entspannt. Die Großmann-Zwillinge Sebastian und Alexander kommen rechtzeitig aus dem Urlaub zurück. Auch Steffen Öhm steht wieder zur Verfügung. Zudem ist Tim Fesser nach seiner „Begnadigung“ eine Option für den Bezirksligakader.

Das Hinspiel hat Maik Wolf nicht vergessen. „An diese Begegnung denke ich heute noch“, sagt der Trainer des SV Rothemühle. „Wir hatten Wenden so etwas vom im Griff. Dann machen die aus eineinhalb Chancen zwei Tore“, ärgert sich Maik Wolf immer noch.

Mit der Leistung seines Teams in den letzten Wochen ist der SVR-Trainer sehr zufrieden. „Das macht die Mannschaft ganz hervorragend.“ Und vielleicht dreht Rothemühle am Sonntag den Spieß um und trifft in der letzten Minute zum glücklichen Auswärtssieg.