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SV Ottfingen

Dirk Martin: „Müssen die Köpfe frei bekommen“

17.03.2016 | 18:06 Uhr
Dirk Martin: „Müssen die Köpfe frei bekommen“
Dirk Martin, neuer Trainer des SV Ottfingen

Ottfingen.   Befürchtungen, dass er in Zukunft kleinere Brötchen backen muss, hat Dirk Martin nicht.

Auch wenn der Bäcker- und Konditormeister aus Betzdorf seit Dienstag neuer Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten SV Ottfingen ist (wir berichteten).

Der Anruf kam am Montagabend. Ob der 48-Jährige Interesse am Trainerjob beim Ex-Verbandsligisten habe?

Natürlich hatte Dirk Martin Interesse. „Der SV Ottfingen ist ein Traditionsverein und immer noch eine gute Adresse“, freute sich der Betzdorfer über das Gespräch einen Tag später.

Dann ging alles ganz schnell. Bereits am Dienstagabend wurde der Vertrag mit dem neuen SVO-Coach perfekt gemacht. Die Vereinbarung gilt bis zum Saisonende, mit der Option auf eine Verlängerung: Wenn der Verein vom Siepen den Klassenerhalt schafft.

„Frustriert und niedergeschlagen“

Am Mittwochabend stellte sich Dirk Martin der Mannschaft vor. „Mein erster Eindruck war, dass die Spieler ein bisschen frustriert und niedergeschlagen sind.“

Karriere von Dirk Martin
Neuer Trainer

Ottfingens neuer Trainer Dirk Martin war in seiner Karriere als Spieler und später Trainer ein Pendler zwischen dem Fußballverband Rheinland und dem Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen.

Auf Torejagd gegangen ist der Stürmer unter anderem für den VfB Wissen, die SG Betzdorf und den SV Langenau.

Stationen als Spielertrainer waren neben dem VfB Wissen und der SG Altenkirchen auch der VfB Burbach.

Im Rheinland arbeitet der 48-Jährige nach wie vor als Stützpunkttrainer. „Bei uns gibt es noch viele Hartplätze“, freut sich Ottfingens neuer Trainer auf die Kunstrasenplätze im Nachbarverband.

Beim Donnerstagstraining konnte sich der neue Ottfinger Trainer dann ein erstes Bild von seinen Spielern auf dem Platz machen. „Ich kann nicht alles über den Haufen werfen und muss erst einmal sehen, welche Spielertypen mir zur Verfügung stehen“, weiß der ehemalige Stürmer aus der Rheinland-Liga. Das ist die höchste Spielklasse des Fußballverbandes Rheinland.

Wer nicht mitzieht, kann gehen. Da ist sich der neue Ottfinger Übungsleiter mit dem 1. Vorsitzenden Peter Hufnagel einig.

„Auch in Freudenberg aufgeräumt“

„Ich habe auch in Freudenberg aufgeräumt“, blickt Martin auf seine letzte Trainerstation zurück.

Die Fortuna war damals in einer ähnlichen Situation wie der SV Ottfingen heute. Im März 2014 übernahm der Betzdorfer den Bezirksligisten und führte die Siegerländer auf den achten Tabellenplatz. Sein Vorgänger war Andreas Wieczorek, sein Nachfolger im Sommer 2015 Maik Wolf.

Mit Wieczorek feiert Dirk Martin am Sonntag ein Wiedersehen. Der ehemalige Hünsborner Trainer kommt mit dem Kiersper SC an den Ottfinger Siepen. Martin und Andreas Wieczorek haben zusammen beim SV Langenau gespielt.

Doch für Sentimentalitäten ist nicht die richtige Zeit. „Wir müssen punkten und so schnell wie möglich aus dem Keller raus“, zählen für den neuen SVO-Coach nur Ergebnisse.

„Personell nicht verschlechtert“

„Die Mannschaft hat die Qualität, um in der Klasse zu bleiben. Personell hat sie sich gegenüber dem letzten Jahr nicht verschlechtert“, ist Dirk Martin überzeugt. „Die Spieler müssen wieder Spaß am Fußball haben und die Köpfe frei bekommen“, sieht sich der 48-jährige Betzdorfer auch als Psychologe gefordert.

In dieser schwierigen Situation kommt mit dem Tabellenfünften Kiersper SC, der noch auf den zweiten Platz schielt, ein schwerer Gegner. „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft mit starken Einzelspielern“, verweist Dirk Martin auf den KSC-Kader mit Felix Bably, Baris Moumin, Jan Thomas oder Timo Eick.

Harte Nuss Kierspe

„Das wird eine harte Nuss. Aber ich spiele lieber gegen so eine Mannschaft“, sagt der 48-Jährige. An seiner eigenen Spielphilosophie hat sich nichts geändert. Die heißt: „Aus einer kompakten Abwehr sicher spielen.“

Martin Droste

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2016-03-17 18:06
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