Die kleinen Veilchen

Tennis Borussia Berlin ist für die jüngeren Fans nicht mehr unbedingt der Inbegriff großen Sports. Doch dem betagteren Fußballkenner fallen zu „TeBe“ zwei Jahre Bundesliga in den Siebzigern ein. Oder die Trainerlegende Rudi Gutendorf. Und natürlich eine Elf in lila Trikots, die Veilchen. Weniger bekannt ist, dass zwei spätere Trainer der Deutschen Nationalelf bei TeBe arbeiteten: Erst Otto Nerz, dann Sepp Herberger, der Weltmeister-Macher von 1954.

Die kleinen Veilchen kickten am Wochenende beim E-Juniorenturnier in Finnentrop. Da passte es ganz gut, dass Engelbert Schulte, 1. Vorsitzender des Gastgebers FC Finnentrop und Hallensprecher, die Jungs zum Abschied ermunterte, bei der Stange zu bleiben. Und dass man, wenn man sich anstrengt, Großes erreichen kann.

Es passte deshalb, weil Tennis Borussia der erste Verein eines Fußballers war, der sehr weit kam. Einer, der Champions League Sieger wurde, Weltmeister ist - und sehr wohl auch für die Jüngsten ein Inbegriff für großen Sport:
Jérôme Boateng. Günter Klandt