Die 13 ist für die SG Wenden eine Glückszahl

Guadalajara/Wenden..  Sonntagmittag. Der Link zum Lifeticker des European Champion Club Cup (ECCC) im Crosslauf ist auf der Homepage der SG Wenden angeklickt. Es dauert, aber das Wunder geschieht. Es ist schon einige Zeit nach dem Start in Guadalajara vergangen, als sich die Seite öffnet und endlich in dem kleinen Fenster die ersten Läufer zeigen. Da die Nummer 47, 74 und 2 in immer wiederkehrender Folge zu sehen sind, muss es sich um die Führenden des rund 150 Läufer umfassenden exklusiven Feldes handeln.

Wenig später bestätigt sich die Vermutung. Der Jubel ist unverkennbar. Die Zeit des Siegers für die zehn Kilometer Cross auf dem „schwierigen Geläuf“ (Egon Bröcher) liegt bei etwas über 31 Minuten. Alles international erfahrene Athleten, die auf der Bahn diese Distanz um die 28 Minuten zurücklegen können. Kommentar, natürlich, nur spanisch.

Und dann beginnt das Warten. Wo bleiben die „Roten aus Wenden“? Da kommt wieder einer in Rot, das könnte Simon Huckestein sein. Die Zeit am Ziel zeigt rund 33:30 Minuten an. Aber wo war Tim Arne Sidenstein, wo auch Niklas Bühner, die man weiter vorne erwartet, erhofft hatte? Naja, vermutlich übersehen.

Doch einige Zeit später bestätigt Trainer Egon Bröcher die Beobachtung des Chronisten: „Simon war heute unser Schnellster mit einer 33er-Zeit. Aber es lief nicht wie geplant. Niklas musste wegen Achillessehnenbeschwerden nach drei Kilometer aussteigen. Auch Tim Arne war auf Grund einer Magengrippe fast ein Totalausfall“, teilte Trainer Egon Bröcher über Handy mit, ohne schon genauere Kenntnisse vom Gesamtergebnis zu haben.

Und er ergänzte, dass das Wertungsquartett der SG Wenden letztlich von Simon Huckestein, Sven Sidenstein, Sven Daub und Nils Schäfer gebildet wurde. Auch das deckt sich etwa mit der Beobachtung im Lifeticker. Die Uhr an der Ziellinie hatte mittlerweile die 34 Minuten überschritten. Wieder taucht ein rotes Trikot auf. Waren das Sven Sidenstein und auch Nils Schäfer, vielleicht auch Sven Daub? Zeit etwa 34:35 Minuten, das passt schon. Aber Einzelresultate? Weiterhin Fehlanzeigte.

Die ersten fünf Mannschaften wurden auf der großen Anzeigetafel im Sportpark bekanntgegeben.

Ergebnis nach vielen Stunden

Doch mehr war im Lifeticker nicht zu erfahren. Dazu Egon Bröcher: „Wir haben auch jetzt nach 16 Uhr noch keine Ergebnisse. Zu unserer Platzierung als Mannschaft kann ich noch gar nichts sagen, ich vermute mal: weit hinten.Es zeigt aber auch die vielen Unwägbarkeiten, die ein solcher Wettkampf mit sich bringt. Das muss man einfach einkalkulieren. „Und zu diesen Unwägbarkeiten zählt auch, dass die Ergebnisliste erst viele Stunden nach Ende des Wettkampfes im Internet einsehbar ist.

Zuvor aber haben Daniel Jacob und Kunibert Rademacher, die Offiziellen der SG Wenden vor Ort, für Klarheit gesorgt: „Platz 13 ist ein, vor allem unter diesen Umständen, fast sensationelles Ergebnis, das einmal mehr unsere starke Breite belegt.“